Reitverein Nienberge
Georg Bruns sagt Tschüss

Münster-Nienberge -

„Jetzt hab‘ ich fertig!“, meinte Georg Bruns mit stockender Stimme. Es wurde emotional während der Generalversammlung des RV Nienberge im „Wirtshaus zur Post“. Kein Wunder: Mit Bruns geht ein Mann, der im wahrsten Sinne des Wortes die Zügel fest in der Hand hatte.

Mittwoch, 30.08.2017, 17:08 Uhr

Georg Bruns (vorne) , langjähriger Vorsitzender des RV Nienberge, gibt den Staffelstab weiter: Seine Nachfolgerin ist Sabine Holst (vorne, l.). Der Vorstand kriegte jede Menge Lob von Bruns – und Blumensträuße. Der revanchierte sich ebenso.
Georg Bruns (vorne) , langjähriger Vorsitzender des RV Nienberge, gibt den Staffelstab weiter: Seine Nachfolgerin ist Sabine Holst (vorne, l.). Der Vorstand kriegte jede Menge Lob von Bruns – und Blumensträuße. Der revanchierte sich ebenso. Foto: sn

Seit 40 Jahren Mitglied im Verein, davon insgesamt acht Jahre als Vorsitzender, hat er diesen so geprägt wie kein anderer. Mancher hat sich an ihm gerieben, doch ohne ihn, da sind sich auch Kritiker einig, würde es den RV Nienberge heute nicht mehr geben.

„Ich mache alles mit Leidenschaft und Herzblut“, meinte Bruns nun: „Ich verlange aber auch einiges ab.“ 2013 war es, als die schärfste Bewährungsprobe für den RV Nienberge diesen zu zerreißen drohte. Eine Gruppe von Vorstandsmitgliedern trat geschlossen aus dem Verein aus und gründete den RV Nienberge-Schonebeck.

Bruns war in dieser Stunde der Krise zur Stelle und erklärte sich wieder bereit, als Vorsitzender die Geschicke des RV Nienberge zu übernehmen. Heute ist der Verein wieder in ruhigem Fahrwasser, auch die Finanzen sind in Ordnung. „Wir sind derzeit schuldenfrei“, erklärte Geschäftsführerin Julia Nötzold. Insbesondere das von Bruns etablierte LVM-Ponychampionat sorgt für Einnahmen. Fast Formsache, dass die Mitglieder den Vorstand in der jetzigen Generalversammlung einstimmig entlasteten.

„Schlimm wäre es nur, wenn ich aus Frust gehen würde“, meinte Bruns. Der 65-Jährige möchte aus gesundheitlichen Gründen kürzertreten. Deshalb sei er bereits auf der Generalversammlung 2016 nur für ein Jahr angetreten.

Das Jahr ist nun um. Der Vorstand beriet sich im Vorfeld, wer die Nachfolge im Verein antreten soll. Mit Sabine Holst habe man jemanden gefunden, die in Nienberge schon einen gewissen Bekanntheitsgrad habe. Das werde ihr die Amtsführung einfacher machen, meinte Bruns. Die Mitglieder wählten sie einstimmig. „Mit Respekt nehme ich die Wahl an“, meinte Holst.

Sie ließ es sich nicht nehmen, ihrem Vorgänger „Begeisterungsfähigkeit“ und „Hingabe“ zu attestieren. Bruns wiederum bekannte: „Meine Liebe zu den Pferden, sowie die Verbundenheit zum Verein bestehen auch künftig. Und zwar zu 100 Prozent.“

Durch den Wechsel von Holst an die Spitze des Vereins wurde ein Beisitzerposten frei. Den besetzt nun nach einstimmigen Votum der Mitglieder Christian Haarlammert.

Am Ende gab es schließlich Blumen. Bruns bedankte sich mit der Blütenpracht beim Vorstand, der revanchierte sich ebenso. Was bleibt? „Georg Bruns hat Geschichte geschrieben“, meinte ein Mitglied. Nach der Versammlung wurde fröhlich in den Abend gefeiert.

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