Zusage der Telekom
Häger bekommt das schnelle Netz

Münster-Nienberge -

Nun also doch: Wenn die Deutsche Telekom in Nienberge mit dem Ausbau des schnellen Internets in Nienberge beginnt, wird in diesem Zusammenhang auch Häger in den Genuss des Breitband-Ausbaus kommen.

Donnerstag, 07.09.2017, 16:09 Uhr

Sie freuen sich über das schnelle Internet in Häger: Die beiden Christdemokraten Markus von Diepenbroick-Grüter r.) und Franz Wissing.
Sie freuen sich über das schnelle Internet in Häger: die beiden Christdemokraten Markus von Diepenbroick-Grüter (r.) und Franz Wissing. Foto: Kay Böckling

Eine entsprechende Nachricht von den zuständigen Stellen des Kommunikations-Unternehmens erreichte jetzt CDU-Bezirksvertreter Markus von Diepenbroick-Grüter . Gregor Vos, Regional-Manager der Telekom Deutschland GmbH, bestätigte: „Ja, auch Häger bekommt ein schnelles Internet.“

Markus von Diepenbroick-Grüter frohlockte ob dieser für Häger positiven Neuigkeit: „Ich habe diesbezüglich bestimmt über 100 Telefonate geführt. Ich finde es gut, dass diese Sache jetzt ein positives Ende gefunden hat.“

Die CDU war es im April des vergangenen Jahres, die in einem Antrag ein schnelleres Internet für die Stadtteile Nienberge und Häger forderte. Diesen Antrag wiederholte die Bezirksvertretung Münster-West später parteiübergreifend mit den Stimmen der CDU, SPD, den Grünen, der FDP sowie der Linken.

Anfang dieses Jahres dann die Ankündigung aus dem städtischen Tiefbauamt, dass Nienberge mit dem Breitband ausgestattet wird – allerdings auch mit der Mitteilung, dass Häger diesbezüglich außen vor bleiben sollte. Das brachte einige Hägeraner auf die Palme. Ihrem Ärger machten sie unter anderem auch gegenüber verschiedenen Kommunalpolitikern Luft.

Mit Erfolg, denn bei von Diepenbroick-Grüter rannten sie offene Türen ein: „Breitband ist nicht mehr nur eine Technologie. Wer heute nicht am Breitband ist, der wird auch viele Arbeitsplätze nicht mehr halten können.“ Gleiches gelte für die private Nutzung. Ein schnelles Netz gehöre einfach zum Standard. Ergo formulierte die CDU zunächst allein und später gemeinsam noch einmal mit den Grünen einen Antrag. Dieser hatte nach Auskunft von Diepenbroick-Grüters zum Inhalt, dass auch Außenbezirke mit in die Breitband-Planungen aufgenommen werden sollten.

Mit Verweis auf die beiden Verteilerkästen an der Häger- sowie an der Hanseller Straße nahm der CDU-Kommunalpolitiker wiederholt Kontakt mit der Telekom auf: „Schließlich wusste ich, dass die geplante Glasfaserverlegung gar nicht so weit von Häger entfernt ist.“ Sein Vorschlag zur Güte: „Mein Angebot war, dass wir auf landwirtschaftlicher und nachbarschaftlicher Ebene für einen entsprechenden Graben sorgen und somit wenigstens einen Verteilerkasten anschließen können.“

Dann habe die Telekom in Aussicht gestellt, zumindest einen Verteilerkasten anzuschließen. Das hätte zur Folge gehabt, dass nur die Hälfte der Hägeraner schnelles Internet bekommen hätte. „Es wurde mit mangelnder Wirtschaftlichkeit argumentiert“, erinnert sich von Diepenbroick-Grüter. Doch jetzt, „nachdem wir so lange Druck gemacht haben, werden beide Kästen angeschlossen“.

Der Anschluss soll im kommenden Jahr erfolgen, wie Gregor Vos auf Anfrage sagte. Er machte aber auch deutlich, dass nicht jeder Haushalt ein gleich schnelles Internet bekomme: „Mit der jeweiligen Entfernung zu den Verteilerkästen nimmt auch die Geschwindigkeit ab.“ Dennoch verspricht er allen Hägeranern eine spürbare Leistungssteigerung.

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