Georg Fehlauer: Neuer Ratsherr für Nienberge
Ein Stadtteil mit Potenzial

Münster-Nienberge -

Ideen geben und Initiativen entwickeln – darin sieht Georg Fehlauer eine Kernaufgabe der Lokalpolitik. Das will der neue CDU-Ratsherr für Nienberge auch zu seiner Aufgabe machen und dabei – mit der Ortsunion – „die Bürgerinnen und Bürger einbinden und mitnehmen.“

Dienstag, 26.09.2017, 17:09 Uhr

CDU-Ratsherr Georg Fehlauer möchte in Nienberge mit vielen Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch kommen.
CDU-Ratsherr Georg Fehlauer möchte in Nienberge mit vielen Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch kommen. Foto: hko

Die erste große Herausforderung steht schon bevor: Die CDU Münster hat in die Bezirksvertretung West einen Antrag zur „Erarbeitung eines Stadtentwicklungskonzepts für den Stadtteil Münster Nienberge“ eingebracht. „Der Stadtteil ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen.“ Die beiden Buslinien und die Bahnverbindung in Häger seien wichtige Voraussetzungen für eine weitere Entwicklung der „in Ansätzen guten Infrastruktur“.

Damit lenkt Fehlauer den Blick auf die Erarbeitung des Konzepts und den Auftrag an die Stadtverwaltung: Zur Sicherung der Grundversorgung und der Aufenthaltsqualität im Ortskern von Nienberge soll eine „Zukunftswerkstatt“ mit den Schwerpunkten „einzelhandelsstrukturelle Entwicklung“ und „Ortskerngestaltung“ durchgeführt werden. Außerdem sollen neue Wohngebiete ausgewiesen und erschlossen werden, um neuen Wohnraum in Nienberge zu schaffen.

Das sei kein Wunschkonzert, sagt Georg Fehlauer, sondern „eine Strategie der kleinen Schritte.“ Der Diplom-Ingenieur hat seinen beruflichen Schwerpunkt als Landesbaudirektor beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe im Bereich Planen und Bauen. Nienberge sieht er als „Wachstumsstandort“. Es gebe Potenzial für Bebauung um und in Nienberge. „In Häger ist das gerade aktuell nördlich der Bahnlinie angestoßen worden.“ Auch die Ansiedlung von Gewerbebetrieben dürfe nicht aus dem Blick genommen werden. „Hierzu gehört auch die Klärung der Frage, wie viel Wachstum Nienberge überhaupt verträgt.“

Das größte Problem bei der Stadtentwicklung sieht der Experte in der Grundstücksfrage. Mit den Eigentümern von möglichen Entwicklungsflächen möchte Fehlauer gemeinsam mit örtlichen CDU-Politikern ins Gespräch kommen. Beim Thema Wohnen gehe es zudem nicht nur um mehr Einwohner, sondern auch um die Themen bezahlbares Bauen und bezahlbare Mieten.

„Wir brauchen zum Beispiel auch Wohnungen für ältere Menschen, die allein in großen Häusern leben und sich wünschen, diese gegen kleinere Wohnungen zu tauschen. Allerdings im gewohnten Stadtteil. Die größeren Wohnungen würden damit jungen Familien in gewachsenen städtischen Strukturen zur Verfügung stehen.“ Zur ganzheitlichen Stadtentwicklung gehöre es auch, zusammen mit den Bürgern die Themen Schule, Soziales und Kultur zu berücksichtigen.

Ein weiterer „Arbeitsschwerpunkt“ in Nienberge: Der Ortskern und damit auch die Leerstände von Geschäften. Fehlauer möchte bereits vor den geplanten Bürgerversammlungen zur Stadtentwicklung „einen Denkprozess in Gang setzen“, und zwar mit Gruppen, Vereinen, Kaufleuten, auf die er zugehen und ins Gespräch kommen will. Auch deren Vorschläge müssten unbedingt in das Stadtteilkonzept einfließen.

Das ist nicht in ein paar Monaten zu schaffen, sagt Fehlauer. Stadtplanung mit all ihren gesetzlichen Verfahrensschritten fordere Zeit. Man dürfe über die Entwicklung Nienberges nicht ohne Ziele sprechen und immer wieder mögliche Einzellösungen unendlich diskutieren. Deshalb sieht er die „Zukunftswerkstatt“, die es bereits in einigen Stadtteilen Münsters gibt, als „wichtigen großen Schritt.

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