Willy Schmelting wird 80
„Ich liebe die Gemeinschaft“

Münster-Nienberge -

Das Bundesverdienstkreuz am Bande, die Münsternadel, Schiedsmann für Nienberge oder erster stellvertretender Bezirksbürgermeister (1984 bis 1989) – das sind nur einige Auszeichnungen und Ehrenämter, auf die Willy Schmelting zurückblickt.

Freitag, 24.11.2017, 18:11 Uhr

Die Münsternadel und das Bundesverdienstkreuz sind nur zwei Auszeichnungen, über die sich der Jubilar Willy Schmelting freuen durfte.
Die Münsternadel und das Bundesverdienstkreuz sind nur zwei Auszeichnungen, über die sich der Jubilar Willy Schmelting freuen durfte. Foto: kbö

Vor allem aber ist er stolz auf den „Gemeinschaftsraum St. Aloysius“, den Treffpunkt für ganz Häger. Zu dessen geistigen Vätern gehörte er – und dort feiert er am heutigen Samstag auch seinen 80. Geburtstag.

Willy Schmelting erblickt am 25. November 1937 in Heiden im Kreis Borken auf einem Bauernhof das Licht der Welt. Er ist das sechste von acht Kindern. Seine Kindheit verbringt er auf dem Hof, der durch seine Abgeschiedenheit ein wenig Schutz vor den Bombardements im Zweiten Weltkrieg bietet.

Nach der Schule beginnt Willy Schmelting eine landwirtschaftliche Lehre, schließt diese ab und muss schließlich den Wehrdienst ableisten: „Der Jahrgang 1937 war damals der erste, den die Wehrpflicht betraf.“ Nach der einjährigen Bundeswehrzeit schult er um, besucht die Deutsche Landjugendakademie in Dingden und wird Bildungsreferent.

Er findet eine Anstellung beim Bistum Münster als Referent für die katholische Landjugendbewegung: „Eine sehr interessante Aufgabe, verteilt über das gesamte Bistum.“ Bei dieser Tätigkeit lernt er auch seine Frau Hedwig kennen, die als ehrenamtliche Landjugend-Kreisvorsitzende in Lüdinghausen tätig ist.

Das Paar möchte nach Münster ziehen. Doch da die beiden noch nicht verheiratet sind, wird es schwer, in Nienberge selbst einen Bauplatz zu bekommen: „Eltern mit Kindern oder Verheiratete hatten damals Vorrang.“ So landen die beiden schließlich in Häger, in dem gerade ein Grundstück angeboten wird.

Das Paar heiratet zunächst in Heiden, den Hochzeitstag selbst verbringt es im neuen Haus in Häger. Im Mai ist das 50 Jahre her: „Wir waren sehr erstaunt darüber, dass die Nachbarn, die uns ja noch gar nicht kannten, einen schönen Hochzeitskranz an der Haustür angebracht hatten.“ Eine große Überraschung für die frisch Vermählten.

Seit jeher politisch interessiert („In Heiden war ich mit 22 Jahren jüngstes Ratsmitglied“) übernimmt er auch in Münster politische Verantwortung. Von 1979 bis 1994 gehört er der Bezirksvertretung Münster-West an, wird stellvertretender Bezirksbürgermeister und CDU-Fraktionsvorsitzender (1989-94).

Lange Zeit ist Willy Schmelting zweiter Vorsitzender der Aloysius-Schützenbruderschaft. Als solcher liegt ihm auch die Gemeinschaft sehr am Herzen. Die Bruderschaft übernimmt gesellschaftliche Verantwortung, bekommt die Trägerschaft für die Bolzplatz am Plantstaken. Zudem gründet sich 1992 der „Trägerverein Gemeinschaftsraum“, dem Schmelting noch immer vorsitzt. Der Raum wird noch heute – nach seinem Neubau – von zahlreichen Vereinen genutzt.

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