Abschluss plattdeutsche Theatersaison
3000 Frikadellen-Fans schmeckte es

Münster-Nienberge -

Frikadellen? „Die schmeckten immer gut“, sagte Reinhard Menke am Sonntagabend nach dem Finale des gleichnamigen plattdeutschen Theaterstücks „Frikadellen“. Doch in den nächsten Wochen werden der Regisseur der Laienspielschar Nienberge und sein Team keine Buletten mehr essen.

Montag, 19.03.2018, 17:03 Uhr

„Frikadellen-Finale“: Über eine sehr erfolgreiche Spielzeit kann sich die Laienspielschar Nienberge freuen. Zum Abschluss gab es – wie bei allen Vorstelllungen - lang anhaltenden Applaus.
„Frikadellen-Finale“: Über eine sehr erfolgreiche Spielzeit kann sich die Laienspielschar Nienberge freuen. Zum Abschluss gab es – wie bei allen Vorstelllungen - lang anhaltenden Applaus. Foto: hko

In 15 Vorstellungen und auch in einigen der 40 Proben haben die Akteure nämlich „eine ganze Menge“ davon verzehrt. Jetzt ist Pause angesagt – nicht nur mit Blick auf die Fleischklopse, sondern vor allem nach der sehr erfolgreichen, aber auch anstrengenden Spielzeit.

Ein voller Saal im „Wirtshaus zur Post“ und lang anhaltender Applaus belohnten auch nach dem letzten Vorhang das Engagement der Akteure. „Eine tolle Leistung aller Beteiligten,“ freute sich Berthold Schöning , der Vorsitzende des Männerchors „Cäcilia“, der das plattdeutsche Theaterstück veranstaltet.

Etwa 3000 Besucher erlebten die Komödie rund um den Geburtstag des Pensionärs Karl Burmann, die angeblich nicht mehr genießbaren Frikadellen und den Hund. Der spielte zwar eine wichtige Rolle, war auf der Bühne aber nie zu sehen (weil es ihn in der gespielten Realität gar nicht gab), und natürlich überlebte er den Verzehr der Fleischklopse. Denn die waren ja völlig in Ordnung. Immer wieder gab es spontanen Szenen-Applaus – alle „Verwirrungen“ lösten sich auf, und am Ende war alles gut.

Die Laienspielschar genießt einen guten Ruf weit über Nienberge und Münster hinaus. Das lässt sich an den Vorbestellungen für die Aufführungen gut erkennen. Besucher kamen aus dem gesamten Münsterland, aus dem Ruhrgebiet und aus Ostwestfalen.

Ob es auch im nächsten Jahr wieder eine Aufführung gibt? Danach musste gar nicht gefragt werden, denn Berthold Schöning verabschiedete die Besucher mit dem Hinweis, dass er sich freue, wenn im nächsten Jahr alle wieder zur nächsten plattdeutschen Komödie kämen.

Übrigens: In den Pausen der jeweiligen Vorstellungen wurden Frikadellen verkauft. Wenzel Hubeny, der Koch in der „Post“, hatte aus diesem Grund insgesamt rund 1800 Buletten gebraten. Und eigentlich wollte „Post-Wirt“ Bernd Ringel der Laienspielschar zum gemeinsamen Abendessen nach der letzten Veranstaltung ein Frikadellen-Buffett anbieten. Das hatte er sich aber dann doch nicht getraut.

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