Immer wieder illegale Rennen
Polizei hat Raser im Blick

Münster-Nienberge -

Illegale Autorennen geraten immer wieder in die Schlagzeilen. In Nienberge soll es regelmäßig zu solchen Wettbewerben PS-starker Boliden kommen. Doch a gefürchteten „Carfreitag“ blieben die Rader dem Westen Münsters fern.

Donnerstag, 05.04.2018, 18:04 Uhr

An der Kreuzung Altenberger Straße / Hägerstraße soll es nach Angaben einer Nienbergerin vermehrt zu illegalen Rennen kommen.
An der Kreuzung Altenberger Straße / Hägerstraße soll es nach Angaben einer Nienbergerin vermehrt zu illegalen Rennen kommen. Foto: sn

Tatort Kreuzung Altenberger Straße/Hägerstraße: Dort hat es nach Auskunft einer Nienbergerin, die in der direkten Nachbarschaft lebt, in der Vergangenheit schon diverse Male illegale Autorennen gegeben. Ihre jüngste Befürchtung, dass es am berüchtigten „Carfreitag “ erneut zu einem Wettstreit PS-starker Boliden kommt, bewahrheitete sich hingegen nicht. „Alles war ruhig an diesem Wochenende“, so Andreas Bode von der Pressestelle der münsterischen Polizei auf Nachfrage.

„Besonders wenn es wieder wärmer wird, kommt es verstärkt zu diesen Autorennen zwischen Nienberge und Häger“, berichtet die genervte Nienbergerin. Es seien regelmäßig die gleichen Fahrzeuge, die mit laut aufheulenden Motoren und quietschenden Reifen in Richtung Häger rasten. Die Automarken könne sie nicht genau nennen: „So gut kenne ich mich auch nicht aus.“ Allerdings weiß sie auch von einer „grünen Kawasaki“ zu berichten, deren Fahrer den Gaszug seines Zweirads bis ins Unerträgliche ausreize.

Ihre Beobachtungen schilderte sie auch gegenüber Vertretern der örtlichen Politik. Diese hätten versprochen, das Gespräch mit den zuständigen Behörden – Polizei und Ordnungsamt – zu suchen. Offenbar mit Erfolg: „Ich habe in den vergangenen Wochen und Monaten verstärkt Polizeiwagen vor Ort beobachtet“, so die Nienbergerin. Dadurch bedingt sei auch die Anzahl der Rennen deutlich zurückgegangen. Den letzten Vorfall dieser Art habe sie vor fünf bis sechs Wochen beobachtet: „Die starten immer so gegen 23 Uhr, das Ganze geht teilweise bis weit nach Mitternacht.“

Mit Blick auf den „Carfreitag“ (aus dem kirchlichen Feiertag Karfreitag und dem englischen Wort „car“ für Auto als Termin für Treffen der Tuner-Szene) hatte die Nienbergerin nun erneut auf die illegalen Rennen hingewiesen. Das nahm die münsterische Polizei zum Anlass, verstärkt in diesem Bereich zu kontrollieren. „Wir waren zu verschiedenen Zeiten vor Ort, konnten aber nichts Auffälliges feststellen“, so Andreas Bode. „Alles blieb ruhig.“

Immer wieder sorgen solche illegalen Rennen bundesweit für Schlagzeilen. Nicht selten sind es Fahrer, die sich in einer eigenen Szene organisieren. Eine solche Szene ist laut Bode in Münster nicht bekannt. „Aber es gibt auch Fälle, in denen bundesweit über das Internet zu solchen Rennen aufgerufen wird.“

Derweil wurde im Vorfeld des „Carfreitags“ auch in sozialen Netzwerken die Problematik aus Nienberger Sicht thematisiert. Dort wurde unter anderem darauf verwiesen, dass es eventuell im Gewerbegebiet „Haus Uhlenkotten“ zu einem Treffen anlässlich des „Carfreitags“ kommen könne. Hintergrund dieser Vermutung war wohl ein einschlägiges Treffen getunter Fahrzeuge im September 2016. Doch auch bei Finke blieb es am Freitag ruhig.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5640369?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F141%2F
Nachrichten-Ticker