Anbindung an die Hauptkläranlage
Lösung für das Abwasserproblem

Münster-Nienberge -

Der baulichen Entwicklung Hägers sind derzeit noch enge Grenzen gesetzt. Der Grund: Die Kläranlage in Häger ist schlichtweg ausgelastet, sie lässt keine weitere größere Bautätigkeit zu.

Mittwoch, 23.05.2018, 18:28 Uhr

Die Kapazitäten der Kläranlage in Häger reichen für eine bauliche Entwicklung des Stadtteils nicht aus.
Die Kapazitäten der Kläranlage in Häger reichen für eine bauliche Entwicklung des Stadtteils nicht aus. Foto: kbö

Das soll sich ändern: Das Tiefbauamt der Stadt Münster bringt jetzt einen Vorschlag in die politischen Gremien, der die Anbindung Hägers an das Pumpwerk Coermühle zum Inhalt hat.

Nach jahrelanger Diskussion zu diesem Thema wird die Fachverwaltung diesbezüglich nun konkret. Zunächst wird sich die Bezirksvertretung Münster-West in ihrer Juni-Sitzung (7. Juni, 17 Uhr, Haus der Begegnung Albachten) mit der Beschlussvorlage des Tiefbauamts beschäftigen, der Ausschuss für Umweltschutz, Klimaschutz und Bauwesen wird in dieser Sache entscheiden.

Die Anbindung des Stadtteils Nienberge-Häger an das Pumpwerk Coermühle erfolgt mittels einer Druckrohrleitung. Die Planungen dafür hat die Verwaltung bereits in Auftrag gegeben. Bekanntlich ist die Stadt immer auf der Suche nach neuem Bauland. Aufgrund der ausgereizten Kapazitäten der örtlichen Kläranlage fiel Häger bislang aus dem Raster. Daher die Anbindung an die Hauptkläranlage.

„Aus wirtschaftlichen und wasserwirtschaftlichen Gründen ist ein Neubau beziehungsweise eine Erweiterung an dem jetzigen Standort nicht möglich“, schreibt die Fachverwaltung. Zudem sei die Betriebserlaubnis der Kläranlage bis zum Jahr 2021 befristet.

Das ist der vorgesehene Zeitrahmen: Die Planungen für die Anbindung erfolgen in diesem und im nächsten Jahr. Die Inbetriebnahme ist für das Jahr 2021 vorgesehen. Die Planungs- und Baukosten schlagen mit 2,75 Millionen Euro zu Buche.

Der nun vom Tiefbauamt formulierte Vorschlag ist das Ergebnis eines CDU-Antrags im Rat der Stadt sowie in der Bezirksvertretung Münster-West. Die Christdemokraten wiesen seinerzeit auf die Auslastung der Kläranlage hin und machten darauf aufmerksam, dass das Schaffen zusätzlichen Wohnraums ausgeschlossen sei – und das, obgleich Potenziale vorhanden seien.

In diesem Zusammenhand wiesen die Antragsteller auch darauf hin, dass Häger aufgrund der Rahmenbedingungen (verkehrstechnische Anbindung) ein gerade für junge Familien attraktiver Standort sei, da Grundstücke dort bezahlbar seien.

„Dieses Entwicklungspotenzial wird Anreize schaffen, damit dringend benötigter Einzelhandel sich im Ort etabliert, da dann erstmals wirtschaftliche Rahmenbedingungen für den Handel geschaffen werden könnten“, sieht die CDU einen weiteren Vorteil einer denkbaren Wohnbebauung.

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