125 Jahre Schützenbruderschaft St. Sebastian
Ein Fest und vier Würdenträger

Münster-Nienberge -

Ein Fest, vier Majestäten: Beim Jubiläums-Schützenfest der St.-Sebastian-Schützenbruderschaft ermittelten die Mitglieder neben einem neuen König auch einen neuen Kaiser, einen Jungkaiser sowie eine neue Königin bei den Jungschützen.

Sonntag, 10.06.2018, 17:18 Uhr

Andreas Riemann hat allen Grund zum Jubel: Er ist neuer König. Marco Krane (König von 2017), Kaiser Herbert Hüning, und Frank Röhm (v. l. ) lassen ihn hochleben.
Andreas Riemann hat allen Grund zum Jubel: Er ist neuer König. Marco Krane (König von 2017), Kaiser Herbert Hüning, und Frank Röhm (v. l. ) lassen ihn hochleben. Foto: sn

„Mich hat fast der Schlag getroffen!“, meinte Herbert Hüning freudestrahlend und zugleich fassungslos. Er, der vor genau 25 Jahren zum 100-jährigen Bestehen der Nienberger St.-Sebastian-Schützenbruderschaft König geworden war, erwies am Samstag erneut unglaubliches Trefferglück. Jetzt, beim 125-Jährigen der Sebastianer holte er beim Kaiserschießen den Vogel runter.

Lob gab es von allerhöchster Stelle. Oberbürgermeister Markus Lewe war genommen, um den traditionsreichen Schützen zu gratulieren. Zu Hünings Erfolg meinte er: „Gut gemacht! Meine tiefe Hochachtung“. Eigentlich, so unkte der OB, müsse ja die St.-Sebastian-Schützenbruderschaft jetzt in die St.-Herbert-Schützenbruderschaft umbenannt werden. Beeindruckt zeigte sich Lewe vom „Zusammenhalt“ der Sebastianer: „Diese Schützenbruderschaft ist ein Zukunftsmacher!“

Das war Balsam für die Seele. Vorsitzender Dennis Schmitz zeigte sich erfreut, dass so viele Gastvereine gekommen waren, darunter alle Schützenvereine Nienberges, aber auch aus dem Umland waren etliche Vereine dabei: „Es ist eine Ehre für uns, dass so viele mit uns feiern“. 300 Gast-Schützen seien da gewesen, so schätzte St.-Sebastian-Sprecher Marco Lenz. Begonnen hatte alles bereits am Freitag mit der „Summer-Nights-Party“ im Wirtshaus zur Post.

Am Samstag gab es dann unter den Klängen des Musikzugs Nienberge und des Spielmannszuges St. Lamberti Mecklenbeck den Sternenmarsch Richtung Festplatz. Dort gab es für die Sebastianer noch eine Überraschung. Landtagsabgeordnete Simone Wendland verlieh der Bruderschaft die Ehrenplakette des Landes Nordrhein-Westfalen.

Die ersten Majestäten des Jubiläums wurden ermittelt. Stefan Krane konnte sich mit dem 118. Schuss den neuen Titel des Jungkaisers holen. Zur Jungkaiserin ernannte er Kim Duwenig. Den Apfel holte sich Michael Mosel, den Zepter Stefan Krane und die Krone Timo Krane.

Herbert Hüning erlegte den Vogel schon mit dem 61. Schuss, nachdem er bereits das Zepter holen konnte. Zur Kaiserin nahm er Barbara Lefknecht. Frank Röhm schoss den Apfel, Günter Krane die Krone. Nach den Glückwünschen durch den OB ging es zur Bruderschaftshochamt mit Pfarrer Daniel Zele in die Mehrzweckhalle, wo auch der Königsball für Amtsinhaber Marco Krane stieg.

Am Sonntag stieg das Jungschützenschießen. Hier gab es einen ganz besonderen Erfolg. Jasmin Schemann konnte sich nämlich nicht nur den Titel der Jungschützenkönigin sichern, sondern gleich alle drei Insignien: Apfel, Krone und Zepter.

Dann ging es um die Frage: Wer wird Jubiläumsschützenkönig? Zunächst fielen auch hier die Insignien. Vorsitzender Dennis Schmitz schoss den Apfel, Milena Terstiege sicherte sich das Zepter und die Krone fiel bei Tobias Bückmann.

Es blieb ein winziger Rest des Vogels. Andreas Riemann, der sich schon einige Jahre den Titel holen wollte, konnte schließlich ausgelassen jubeln. Mit dem 145. Schuss machte er dem hölzernen Vogel den Garaus. Um Punkt 16. 10 Uhr fiel der Adler. „Schön, astrein ist das“, meinte die neue Majestät. Zur Königin ernannte er Simone Riemann. Zum Hofstaat gehören Florian Rösmann und Viktoria Riemann sowie Thomas und Nicole Rösmann. Damit endete das Schützen-Wochenende, an dem viel gefeiert und gejubelt wurde.

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