„Tag der Berufsfeuerwehr“
Schnelle Hilfe in Notsituationen

Münster-Nienberge -

Jugendfeuer und junge Johanniter waren beim 24-Stunden-Übungseinsatz in Nienberge aktiv. Es wurde für den Ernstfall trainiert.

Dienstag, 17.07.2018, 18:36 Uhr

Auch der Nachwuchs wollte sich über die Arbeit der Feuerwehr informieren (v.l.): Moritz, Oke und Frieda probierten schon mal den Profi-Helm aus, den Marlena Grasswinkel und Lucas Riemann den Kindern aufsetzten.
Auch der Nachwuchs wollte sich über die Arbeit der Feuerwehr informieren (v.l.): Moritz, Oke und Frieda probierten schon mal den Profi-Helm aus, den Marlena Grasswinkel und Lucas Riemann den Kindern aufsetzten. Foto: hko

Alarm für den Löschzug 54 der Freiwilligen Feuerwehr: Auf einem Bauernhof in Häger ist eine unbekannte Flüssigkeit aus einem Kunststoffbehälter ausgelaufen, Zwei junge Frauen sind verletzt. Innerhalb weniger Sekunden machen sich sieben Fahrzeuge der Feuerwehr und der Johanniter-Unfall-Hilfe vom Gelände der Nienberger Feuerwache mit einer großen Anzahl Helfer auf den Weg. Alle Handgriffe „sitzen“. Am Einsatzort ist die Lage nach kurzer Zeit unter Kontrolle.

Der Einsatz am Samstagnachmittag war nur eine Übung, aber „unter ganz realistischen Bedingungen,“ sagt Tobias Hemker . Der junge Mann leitet die Gruppe 1 der Jugendfeuerwehr Münster mit Nachwuchskräften aus Nienberge, Häger, Sprakel und Gelmer. Die Jugendorganisationen der Feuerwehr und der Johanniter-Unfall-Hilfe („Die Johanniter“) veranstalteten gemeinsam den „Tag der Berufsfeuerwehr“ als Training für die Jugendlichen, die in ganz verschiedenen Notsituationen Hilfe leisten.

„Die Einsätze gehören zur Ausbildung der jungen Leute,“ betont der stellvertretende Jugendgruppenleiter, Bernhard Pieper, und fügt hinzu: „Wir machen damit auch auf unsere Arbeit aufmerksam.“

Dabei geht es nicht nur um Brandbekämpfung. „Die Jugendlichen erfahren, dass wir zu ganz unterschiedlichen Situationen gerufen werden,“ erläutert Tobias Hemker. Ein Beispiel ist der Einsatz in Häger: Die Gefährdung richtig einschätzen, das Gebiet um den Kunststoffbehälter absperren, die Flüssigkeit analysieren (es handelte sich um eine „Säure“), die beiden „Verletzten“ („Verätzungen“ an den Armen) versorgen und weitere Maßnahmen einleiten. Das muss alles geübt werden, in der Theorie und im praktischen Einsatz.

Wenn die Feuerwehr ausrückt, dann sind häufig – wie am Samstag – auch Sanitäter gefragt. Ebenso wichtig wie notwendig ist deshalb die Zusammenarbeit mit entsprechenden Hilfsorganisationen. Bei der Jugendfeuerwehr ist das seit drei Jahren die Johanniter-Unfall-Hilfe. Jannik Dieter lobt die gemeinsame Arbeit. Der Regional-Jugendleiter bei den Johannitern sagt: „Wir sind gut vernetzt.“

Das wurde auch am Samstag deutlich. Am 24-Stunden-Einsatz mit insgesamt zehn Übungen waren 27 Jugendliche aus beiden Organisationen beteiligt, auch 16 Erwachsene unterstützten das ehrenamtliche Engagement der Nachwuchskräfte. Die Arbeit in der Jugendfeuerwehr motiviert für den weiteren Einsatz: 90 Prozent der jungen Feuerwehrleute sind später in der Freiwilligen Feuerwehr aktiv.

Noch viel zu jung für die Feuerwehr sind allerdings Moritz ( acht Jahre)), Frieda (sechs Jahre) und Oke (acht Jahre), die am Samstag zum Gerätehaus kamen. Die beiden Jungen möchten Feuerwehrmann werden und ließen sich von Marlena Grasswinkel und Lucas Riemann von der Jugendfeuerwehr schon mal ein paar Informationen geben.

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