Leerstand in Nienberge befürchtet
Reisebüro schließt in Kürze

Münster-Nienberge -

Droht ein weiterer Geschäfts-Leerstand im Zentrum Nienberges? Denkbar ist es, denn das Reisebüro „Global Travel Service“ an der Sebastian­straße (Ecke Kirmstraße) wird schließen.

Donnerstag, 02.08.2018, 17:34 Uhr

Das Reisebüro an der Sebastianstraße wird schließen.
Das Reisebüro an der Sebastianstraße wird schließen. Foto: kbö

Entsprechende Informationen unserer Redaktion bestätigte Inhaber Wolfgang Blümel : „Der Standort ist für das Geschäft vor Ort unwirtschaftlich“, so der Geschäftsmann.

Das Reisebüro in Nienberge ist nach Aussage Blümels seit sieben Jahren an der Sebastianstraße beheimatet. Der Mietvertrag endet mit dem 31. Oktober. Zuvor war es in Gievenbeck ansässig. „Wir sind seit 1998 im Geschäft“, so Wolfgang Blümel. Künftig wird er im Zentrum Nord seine Zelte aufschlagen.

Bereits zum Beginn dieses Jahres spielte Wolfgang Blümel mit dem Gedanken, sich anderweitig zu orientieren. Da bezüglich des Mietverhältnisses die Verhandlungen anstanden, die letztlich zu keinem Ergebnis führten, fällte der Geschäftsmann den Entschluss, Nienberge zu verlassen.

Blümel beschränkte sich an der Sebastianstraße nicht allein auf den stationären Betrieb, der im digitalen Zeitalter nicht mehr wirtschaftlich sei. Auch online – sprich im Internet – machte er Geschäfte. Wann er die Türen schließen wird, kann er noch nicht mit Sicherheit sagen: „Ende September, Anfang Oktober“, so die Vermutung. Die Zeit bis zum 1. November und der damit einhergehenden Eröffnung seines neuen Reisebüros im Zentrum Nord nutzt er für die Organisation des Neubeginns.

Damit stehen bis auf Weiteres weitere Gewerbe-Immobilien leer: Bereits vor Jahren machte Schlecker dicht, bislang gibt es dort keine Nachfolgelösung. Vor gut einem Jahr schloss das Blumenatelier und sorgte so für einen weiteren Engpass im Einzelhandel. Vielen ist auch der lange Leerstand im früheren Netto-Markt in Erinnerung. Dort fand sich allerdings eine Lösung: Ein Anbieter im Wäsche-Segment fasste dort Fuß – bislang mit Erfolg.

In der örtlichen Politik beobachtet man die Entwicklung mit Sorge – auch wenn sie nicht direkt eingreifen kann, wie CDU-Bezirksvertreterin Ingeborg Hißmann sagt: „Wir hoffen, dass in der anstehenden Zukunftswerkstatt neue Vorschläge und Iden kommen, wie solche Leerstände künftig vermieden werden können.“ Sie persönlich könne sich vorstellen, eine Art Treffpunkt für Jung und Alt zu etablieren. „Nach dem Vorbild des MuM in Gievenbeck.“ Doch dafür bedürfe es eines Trägers und auch eines Finanzierungskonzepts.

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