SCN wartet auf Baugenehmigung für Erweiterung der Mehrzweckhalle
„Der Anbau muss kommen“

MÜNSTER-NIENBERGE -

Beim SCN muss es eigentlich ganz schnell gehen. Aber gerade jetzt wird den Sportlern eine Geduldsprobe abverlangt.

Dienstag, 14.08.2018, 05:30 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 14.08.2018, 05:30 Uhr
Dort soll der Anbau hin: Astrid Markmann, erste Vorsitzende des SCN, und Manfred Wilhelmer, zweiter Vorsitzender, zeigen schon mal, wo die beiden neuen Räume an der Mehrzweckhalle des Vereins entstehen sollen.
Dort soll der Anbau hin: Astrid Markmann, erste Vorsitzende des SCN, und Manfred Wilhelmer, zweiter Vorsitzender, zeigen schon mal, wo die beiden neuen Räume an der Mehrzweckhalle des Vereins entstehen sollen. Foto: sn

„Wenn wir jetzt nicht umdenken, dann rennt uns die Zukunft über den Haufen“. Manfred Wilhelmer , der zweite Vorsitzende des SC Nienberge ( SCN ), sagt es deutlich. Das Sportverhalten habe sich geändert, so Astrid Markmann , erste Vorsitzende des Vereins. Der Trend gehe hin zu „kleinteiligen“ Sportarten. Der Breitensport mit seinem Kursussystem ist auch beim SCN im Kommen. Deswegen will der Sportverein an seine Mehrzweckhalle anbauen. Und zwar lieber heute als morgen.

Vor über zwei Jahren wurden die Pläne den Mitgliedern vorgestellt. Aber wie ist der jetzige Stand?

Im November vergangenen Jahres habe der Verein den Bauantrag bei der Stadt eingereicht, erläutert Markmann. Später habe der SCN noch ein Brandschutzgutachten nachgereicht. Jetzt wartet der Nienberger Sportverein auf die Genehmigung durch die Stadt. Selbst wenn die direkt nach den Sommerferien erfolgen würde, sagt Manfred Wilhelmer, sofort loslegen könne man leider nicht. Die benötigten Handwerker haben nämlich volle Auftragsbücher und sind nicht sofort an der Feldstiege einsatzbereit. Wilhelmer rechnet damit, dass eine Fertigstellung des Bauvorhabens mindestens ein Jahr „von jetzt an“ dauere.

Zwei Räume

Was plant der SC Nienberge konkret? Zwei Räume zu je 90 Quadratmetern sollen an die Mehrzweckhalle angebaut werden. Die Pläne für einen dritten Raum habe man zunächst zurückgestellt, so Markmann. Geplant sind also ein Multifunktionsraum und ein reiner Sportraum. Das derzeitige kleine Büro in der Mehrzweckhalle wird aufgelöst, dafür soll es ein größeres im jetzigen „Stübchen“ geben. Die Mehrzweckhalle soll zu den neuen Räumlichkeiten hin „aufschließbar“ sein, so dass auch je nach aktuellem Bedarf größere Einheiten herstellbar sind.

Für dieses Bauprojekt wird der Randbereich des jetzigen Parkplatzes vor der Mehrzweckhalle genutzt. Nur wenige Parkplätze fielen weg, so Markmann. Auch die Schützenfeste auf dem Festplatz könnten weiterhin abgehalten werden, sagt Wilhelmer.

Mit den Schützenvereinen in Nienberge, mit dem Musikzug und der Freiwilligen Feuerwehr habe der Verein gesprochen. Die Feierlichkeiten der Schützen sollen durch den Anbau nicht beeinträchtigt werden.

Finanzierung

Die Finanzierung des Projekts, so Wilhelmer, könne erst dann konkret realisiert werden, wenn die Baugenehmigung vorliege. Einen Zuschuss über 50 Prozent der Baukosten erhofft sich der Verein von der Stadt, zudem soll es eine Bürgschaft der NRW-Bank geben. Bei der Vorstellung des Projekts vor zwei Jahren war von Kosten in Höhe von etwa einer Million Euro die Rede. Dies beinhalte aber auch noch andere Erneuerungsmaßnahmen des Vereins, sagt Manfred Wilhelmer.

Alle sind sich einig: „Der Anbau muss kommen.“ Eine Umfrage der Breitensportleiterin Hildegard Farwick bei ihren Kursusteilnehmern habe ergeben, dass die Mehrzweckhalle als zu groß und im Winter als zu kalt empfunden werde, sagt die Vorsitzende. Man könne nicht lange warten. Wilhelmer: „Wir müssen das jetzt umsetzen.“ Die Stadt ist also am Zug. Damit es endlich losgehen kann.

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