60 Jahre Heimatverein Nienberge
1958 startete der Heimatverein Nienberge

Münster-Nienberge -

Rund 90 Heimatfreunde feierten auf Hof Rölver das 60-jährige Bestehen des Heimatvereins Nienberge.

Dienstag, 21.08.2018, 18:54 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 19.08.2018, 19:40 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Dienstag, 21.08.2018, 18:54 Uhr
Der Heimatverein Nienberge kann auf 60 Jahre zurückblicken: Josef Schulze Wermeling, Reinhold Klumpe, Werner Borgsmüller und Josef Rölver (v.l.) feierten mit rund 90 Gästen den runden Geburtstag.
Der Heimatverein Nienberge kann auf 60 Jahre zurückblicken: Josef Schulze Wermeling, Reinhold Klumpe, Werner Borgsmüller und Josef Rölver (v.l.) feierten mit rund 90 Gästen den runden Geburtstag. Foto: Claus Röttig

Er gehört sicher nicht zu den ältesten seiner Art, aber er ist sehr aktiv: der Heimatverein Nienberge. Seit genau 60 Jahren arbeiten die Mitglieder die Geschichte des Stadtteils und die damit verbundene Geschichte der Menschen auf. Grund genug, auf dem Hof Rölver den runden Geburtstag gebührend zu feiern. Speziell zu diesem Anlass hatte der Vorsitzende Reinhold Klumpe zusammen mit Schriftführerin Gisela Vogelsang die 60 Jahre aufgearbeitet und auf Stellwände gebracht.

Klumpe rief die Vergangenheit auch bei seiner Ansprache noch einmal in Erinnerung: „Begonnen hat alles im Jahr 1958. Damals hatten 15 Nienberger sich die Aufgabe gesetzt, das Interesse an ihrer Heimat zu wecken und Geselligkeit zu pflegen.“

Über die Jahre entwickelte sich das vielfältige Engagement, zum Beispiel die Her­ausgabe des Nienberger Heimatblattes. Anfangs trafen sich die Mitglieder unter der Leitung des Gründungsvorsitzenden Hermann Schulze Wermeling zu Stammtischabenden, aber auch Pättkestouren und Wanderungen wurden durchgeführt. Danach wurde Prof. Wilhelm Klinkenberg Vorsitzender, sein Nachfolger war sein Sohn Diethard.

1971 hatte der Heimatverein bereits 70 Mitglieder, und unter der Leitung von Hermann Krause erhielt der Heimatverein seine Vereinssatzung, wurde im Vereinsregister eingetragen und als „gemeinnützig“ anerkannt.

„Damals entstand der Wunsch nach einer Dorfchronik, denn bisher gab es so etwas einfach noch nicht“, berichtete Reinhold Klumpe. Mit viel Aufwand sei damals recherchiert worden, und 22 Autoren beteiligten sich an der Chronik: „Die Auflage von 1100 Stück war entsprechend auch schnell vergriffen, und es ist auch heute im Antiquariat kaum noch möglich, eine Ausgabe zu bekommen.“ Danach sei dann die Idee des Heimatblattes entstanden.

Der Verein leistet bis heute einen großen Anteil an der Heimatpflege: Dazu gehören etwa das Lambertussingen, aber auch die Pflege der plattdeutschen Sprache oder der Besuch der alteingesessenen Höfe. In den vielen Jahren folgten Kunstausstellungen, die 1200-Jahr-Feier der Stadt oder der Gewinn bei der Entente Florale im Jahr 2006.

„Wir haben mittlerweile drei Ehrenvorsitzende: Josef Schulze Wermeling, Werner Borgsmüller und Josef Rölver“, so Klumpe. Auch um den Nachwuchs ist es nicht schlecht bestellt: „Viele haben Interesse an ihrer Heimat, und ab einem gewissen Alter kommt die Begeisterung. Vorher sind vielleicht andere Dinge wichtiger“, mutmaßte der Vorsitzende. „Dabei ist Heimatnähe wichtig: Denn man sollte schon die historischen Wurzeln kennen.“

Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5986699?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F141%2F
Erstmals stärkste Kraft
Schon früh am Wahlabend  feierten die Europawahlkandidatin Anna Blundel (vorne, v.l.) und der Kreisvorsitzende der Grünen, Stephan Orth, die guten Werte bei den Hochrechnungen. Die eigentliche Sensation folgte aber später . . .
Nachrichten-Ticker