Übung dreier Löschzüge
Einsatz unter realen Bedingungen

Münster-Gievenbeck -

Gemeinschaftsübung der Löschzüge Gievenbeck, Nienberge und Häger: Die Helfer arbeiten bei einem abendlichen Einsatz am Gievenbecker Fachwerk vorbildlich zusammen.

Donnerstag, 06.09.2018, 15:58 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 05.09.2018, 17:02 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Donnerstag, 06.09.2018, 15:58 Uhr
Bedingt durch den Rauch war ein Entkommen durch das Treppenhaus nicht möglich. Ergo erfolgte die Menschenrettung auch über das Dach.
Bedingt durch den Rauch war ein Entkommen durch das Treppenhaus nicht möglich. Ergo erfolgte die Menschenrettung auch über das Dach. Foto: Kay Böckling

Manchmal kommt es richtig dicke: Fettexplosion, enorme Feuerausbreitung und eine unbekannte Anzahl vermisster Personen, die sich in fast undurchdringlichem Qualm so gut wie gar nicht orten lassen. Glücklicherweise ist alles nur eine Übung. Die aber trägt dazu bei Sorge, dass bei einem ähnlichen Szenario bei den Mitgliedern der Löschzüge Gievenbeck, Nienberge und Häger-Uhlenbrock wirklich jeder Handgriff sitzt.

Die Helfer der drei Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr arbeiten bei diesem abendlichen Übungseinsatz am Gievenbecker Fachwerk vorbildlich zusammen. Ausgearbeitet haben diesen fiktiven Einsatz die Gievenbecker Kameraden. Warum am Fachwerk? „Das ist mal etwas anderes als ein simulierter Scheunenbrand“, so Norbert Kreuzheck, stellvertretender Löschzugführer. Der Kontakt zu den Verantwortlichen des Stadtteilhauses sei durch verschiedene Festivitäten entstanden. „Da haben wir einfach mal nachgefragt, ob wir hier üben können.“ Kein Problem.

Löschzüge üben gemeinsam am Fachwerk

1/52
  • Foto: Kay Böckling
  • Foto: Kay Böckling
  • Foto: Kay Böckling
  • Foto: Kay Böckling
  • Foto: Kay Böckling
  • Foto: Kay Böckling
  • Foto: Kay Böckling
  • Foto: Kay Böckling
  • Foto: Kay Böckling
  • Foto: Kay Böckling
  • Foto: Kay Böckling
  • Foto: Kay Böckling
  • Foto: Kay Böckling
  • Foto: Kay Böckling
  • Foto: Kay Böckling
  • Foto: Kay Böckling
  • Foto: Kay Böckling
  • Foto: Kay Böckling
  • Foto: Kay Böckling
  • Foto: Kay Böckling
  • Foto: Kay Böckling
  • Foto: Kay Böckling
  • Foto: Kay Böckling
  • Foto: Kay Böckling
  • Foto: Kay Böckling
  • Foto: Kay Böckling
  • Foto: Kay Böckling
  • Foto: Kay Böckling
  • Foto: Kay Böckling
  • Löschzüge üben gemeinsam am Fachwerk Foto: Kay Böckling
  • Foto: Kay Böckling
  • Foto: Kay Böckling
  • Foto: Kay Böckling
  • Foto: Kay Böckling
  • Foto: Kay Böckling
  • Foto: Kay Böckling
  • Foto: Kay Böckling
  • Foto: Kay Böckling
  • Foto: Kay Böckling
  • Foto: Kay Böckling
  • Foto: Kay Böckling
  • Foto: Kay Böckling
  • Foto: Kay Böckling
  • Foto: Kay Böckling
  • Foto: Kay Böckling
  • Foto: Kay Böckling
  • Foto: Kay Böckling
  • Foto: Kay Böckling
  • Foto: Kay Böckling
  • Foto: Kay Böckling
  • Foto: Kay Böckling
  • Foto: Kay Böckling

Der Notruf erreicht die jeweiligen Löschzüge an ihren Standorten gegen 19 Uhr. Natürlich sind die Gievenbecker aus geografischen Gründen zuerst vor Ort. Das Szenario: Kurz vor Ende der Saison-Auftaktfeier eines Sportvereins in der Tenne des Fachwerks – es sind nur noch wenige Sportler anwesend – kommt es in der Küche zu einer Fettexplosion.

Daraus resultierend gibt es ein Feuer sowie eine enorme Rauchentwicklung. Die wiederum führt dazu, dass einige Menschen die Orientierung verlieren oder an unzugänglichen Stellen wie dem Dachboden festsitzen. Sie können aufgrund des Rauchs das Treppenhaus nicht passieren.

Zu allem Überfluss findet im Obergeschoss auch noch ein Vorstellungsgespräch statt. Auch diese Personen sind eingeschlossen, können wegen der Qualm-Entwicklung nicht flüchten. Es gibt zahlreiche Verletzte, durch die Hitzeentwicklung bersten die Küchenfenster – die Flammen schlagen nach draußen.

„Die Kameraden wissen überhaupt nicht, was auf sie zukommt“, sagt Tobias Kreuzheck, der für die Öffentlichkeitsarbeit beim Gievenbecker Löschzug verantwortlich zeichnet. Durch die Befragung eines jeden Zeugen, jedes Verletzten – so dies möglich sei – müssten sich die Helfer über die Geschehnisse informieren. Jede noch so kleine Information geht über das Funkgerät.

Nachdem die Lage geklärt ist, tut sich eine Schwierigkeit auf: Bedingt durch die Bauarbeiten hinter dem Fachwerk, ist es kaum möglich, mit einem Fahrzeug diesen Bereich anzusteuern. Doch genau dort machen Personen auf sich aufmerksam,. die im Dachgeschoss auf Rettung warten. Improvisation ist gefragt. Die Lösung: Eine mobile Leiter wird kurzerhand herbeigetragen, die Menschenrettung unter bestimmten Sicherungsmaßnahmen kann beginnen.

Einsatzfahrzeuge am Fachwerk, Rauch aus allen denkbaren Räumen des Stadtteilhauses und viele Feuerwehrleute – der Einsatz sorgt bei Passanten und Autofahrern für Interesse. „Ist das ein echter Notfall?“, fragt eine Spaziergängerin, die mit ihrem Hund den Weg hinter dem Fachwerk passiert. Ein Indiz, dass die Planer ihre Übung wirklich ganz nah an der Realität durchgeführt haben. Nach einer Stunde ist der Einsatz beendet. Die Retter rücken ab. Und bald hat sich auch der Rauch aus der Nebel-Maschine wieder verzogen.

Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6029087?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F141%2F
CDU-Urgestein Polenz antwortet Youtuber Rezo
An YouTuber Rezo hat CDU-Politiker Ruprecht Polenz einen offenen Brief geschrieben.
Nachrichten-Ticker