Ausbau der Grundschule geplant
Erster Schritt zur Erweiterung

Münster-Nienberge -

Der Stadtteil soll wachsen – und mit eben diesem Wachstum sind natürlich strukturelle Veränderungen verbunden. Perspektivisch betrifft das in erster Linie auch die Grundschule. Schon jetzt reichen die Kapazitäten für die vom Rat seinerzeit beschlossene Dreizügigkeit nämlich nicht aus.

Donnerstag, 27.09.2018, 19:02 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 27.09.2018, 19:02 Uhr
Der erste Schritt zum Ausbau der Nienberger Grundschule ist getan. Der Handlungsbedarf ist festgestellt.
Der erste Schritt zum Ausbau der Nienberger Grundschule ist getan. Der Handlungsbedarf ist festgestellt. Foto: Kay Böckling

Daher rät das städtische Schulamt unter anderem zu einem Ausbau der Schule. Eine Liste der Einrichtungen, an denen ein räumliches Defizit und entsprechender Handlungsbedarf besteht, passiert gerade die politischen Gremien. Die Bezirksvertretung Münster-West befasst sich am 15. November mit diesem Thema, der Rat entscheidet am 12. Dezember.

Wegen der aktuellen Schülerzahlen sind alle Jahrgänge der Nienberger Grundschule zweizügig besetzt. Ergo werden momentan acht Klassen unterrichtet. Eigentlich reicht so das räumliche Kontingent aus. Entsprechend des „Musterraumprogramms“ entspricht der Status quo laut Ludger Watermann vom Schulamt aber nicht den aktuellen Standards. Daher ist laut Verwaltungsvorschlag der „Ausbau zur aktuell bestehenden Zweizügigkeit unter Berücksichtigung von zwei Räumen für die Musikschule Nienberge“ vorgesehen.

Das Schulamt schlägt vor, diese rund sieben Millionen Euro teure Erweiterung dahingehend so zu planen, dass optional auch eine spätere bauliche Erweiterung zur Dreizügigkeit erfolgen kann. Diese Erweiterung würde dann in einem zweiten Bauabschnitt erfolgen.

Der vorgesehenen Erweiterung liegt die Bevölkerungsprognose zugrunde, die ihrerseits auf der Stufe zwei des Baulandprogramms „2015 bis 2025“ fußt. Darin werden für den Stadtteil Nienberge die Flächen „Nienberge Waltruper Weg 2. Teil“, „Häger – nördlich der Bahn“ und „Häger – östliche Erweiterung“ genannt. Ob und wann diese Baugebiete tatsächlich realisiert werden und um wie viele Menschen Nienberge dadurch wächst, lässt sich heute natürlich noch nicht absehen. Allerdings ist die Annette-Schule derzeit die einzige Grundschule im Stadtteil und somit alternativlos.

Laut Verwaltungspapier beinhaltet die Erweiterung die Verlängerung des zweigeschossigen Gebäuderiegels, der längs zur Kirmstraße steht. „Die Hausmeisterwohnung wird zurückgebaut und ein Ersatz im Neubau geschaffen“, schreibt das Schulamt in seinem Vorschlag.

In der Verlängerung des aktuellen Bestandsriegels werden zudem noch Räume für den offenen Ganztag untergebracht. Die Mensa wird eingeschossig westlich an den zweigeschossigen Baukörper angefügt. Die bestehende Gebäudestruktur wird fortgeführt und der Schulhof nach Süden hin eingefasst.

Sollte es später einmal wirklich zum Ausbau einer Dreizügigkeit kommen, wird es platztechnisch eng in der Sporthalle. Dort fehlen für einen entsprechenden Bedarf 0,2 Übungseinheiten. Eine Erweiterung der Sporthalle ist laut Expertise aus dem Schulamt „aufgrund des zu kleinen Grundstücks nicht empfehlenswert“.

Der nun festgestellte Handlungsbedarf ist der erste Schritt in Sachen Erweiterung. Sobald die politischen Gremien dem Verwaltungsvorschlag zugestimmt haben, wird das Schulamt eine weitere Vorlage erarbeiten, die dann die Ausschreibung eines Architekten-Wettbewerbs zum Inhalt hat. „Die dort erarbeiteten Vorschläge können dann natürlich gegenüber den heutigen Ideen unterschiedlich ausfallen“, so Ludger Watermann.

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