Verein „Von Mensch zu Mensch“ stellt das Projekt „Notfalldose“ vor
Die Lebensretter im Kühlschrank

MÜNSTER-NIENBERGE -

ie vor wenigen Wochen in Münster vorgestellte „Notfalldose“ will der Verein „Von Mensch zu Mensch“ jetzt auch in Nienberge bekannt machen. Vorstandsmitglieder informierten auf dem Wochenmarkt vor allem ältere Nienberger über Zweck und Einsatz der weiß-grünen Plastikdose und verschenkten viele Exemplare.

Mittwoch, 17.10.2018, 18:13 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 16.10.2018, 18:22 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Mittwoch, 17.10.2018, 18:13 Uhr
Über die „Notfalldose“ informierten Rolf-Bernd Lappe (l.), Hans-Ulrich Hillebrand (2.v.l.) und Mechthild Thole (r.) vom Verein „Von Mensch zu Mensch“ auf dem Nienberger Wochenmarkt. Auch Hugo Bensmann (3.v.l.) und Hildegard Hagemann (2.v.r.) waren interessiert.
Über die „Notfalldose“ informierten Rolf-Bernd Lappe (l.), Hans-Ulrich Hillebrand (2.v.l.) und Mechthild Thole (r.) vom Verein „Von Mensch zu Mensch“ auf dem Nienberger Wochenmarkt. Auch Hugo Bensmann (3.v.l.) und Hildegard Hagemann (2.v.r.) waren interessiert. Foto: hko

Worum geht es? In Notsituationen ist schnelle Hilfe gefragt. Bei Einsätzen im Haus oder in der Wohnung sind Patienten oder Angehörige oft allein schon wegen der Ausnahmesituation aber nicht in der Lage, den Rettungskräften wichtige Informationen zu geben, zum Beispiel: Wer ist der Hausarzt? Welche Medikamente nimmt der Patient ein?

Solche Angaben sind auf einem Formular zu notieren, das in die „Notfalldose“ gesteckt wird. Die Dose soll im Haushalt an einem häufig genutzten Ort aufbewahrt werden, konkret: im Kühlschrank. Darauf werden Rettungskräfte durch zwei Aufkleber aufmerksam gemacht. Einer wird außen auf den Kühlschrank geklebt, der andere auf die Innenseite der Wohnungstür. Formular und Aufkleber gehören zur „Ausstattung“ des Hilfsangebots.

Der Verein hat die „Notfalldose“ bereits an alle Mitglieder verteilt, ebenso an die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer und an alle Nienberger, die von der Nachbarschaftshilfe betreut werden. „Mit der Aktion auf dem Wochenmarkt wollten wir darauf aufmerksam machen, dass es die Dose gibt und das sie lebensrettend sein kann,“ sagt der Vereinsvorsitzende Rolf-Bernd Lappe. Die Aktion in Nienberge wird durch Mitgliederbeiträge und Spenden finanziert.

Die Aktion Markt war zugleich eine Werbung für die Aufgaben des Vereins „Von Mensch zu Mensch“, der sich seit seiner Gründung im Jahr 2004 für hilfsbedürftige Menschen im Stadtteil einsetzt. „Wir wollen unser Engagement erhalten,“ betont Rolf-Bernd Lappe, „aber dafür müssen wir mehr Helferinnen und Helfer haben.“

Etwa 30 ehrenamtlichen Kräfte sind aktiv, etwa 30 Hilfsbedürftige werden begleitet. Besuche im häuslichen Umfeld gehören zu den Aufgaben, gemeinsame Spaziergänge, Begleitung bei Arztbesuchen und beim Einkaufen. Der zeitliche Aufwand müsse nicht hoch sein, eine oder zwei Stunden pro Woche seien bereits sehr hilfreich erläutert Lappe.

Informationen über den Verein „Von Mensch zu Mensch“ gibt es in Form eines Faltblatts, das in Arztpraxen, Apotheken, Kirchengemeinden und Geschäften ausliegt.

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