Viel Applaus für das Musical „Ali Baba“
Bei „Ali Baba“ siegt das Gute

Münster-Nienberge -

Ein Feuerwerk aus Musik, Gesang, Tanz und Farben: Lang anhaltender Szenen- und Schlussapplaus begleitete das zweistündige Stück – und um eine Zugabe kamen die Akteure auf der Bühne und das Orchester im Kulturforum nicht herum: „Hoch lebe Ali Baba“.

Montag, 05.11.2018, 17:38 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 04.11.2018, 15:40 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 05.11.2018, 17:38 Uhr
Das Märchen als Musical: Am Schluss der Story siegt das Gute. Dafür sorgt „Ali Baba“ (vorn, Mitte). Die Akteure ernteten langanhaltenden Applaus.
Das Märchen als Musical: Am Schluss der Story siegt das Gute. Dafür sorgt „Ali Baba“ (vorn, Mitte). Die Akteure ernteten langanhaltenden Applaus. Foto: hko

Am Schluss siegt das Gute. Räubereien und Machtgelüste gibt es nicht mehr, es wird getanzt und gesungen, die Menschen leben friedlich miteinander – wie im Märchen. Diese Botschaft vermittelt „ Ali Baba“ in dem gleichnamigen Musical, das am Samstag auf der Bühne des Kulturforums Premiere feierte.

Ein Feuerwerk aus Musik, Gesang, Tanz und Farben. Lang anhaltender Szenen- und Schlussapplaus begleitete das zweistündige Stück – und um eine Zugabe kamen die Akteure auf der Bühne und das Orchester nicht herum: „Hoch lebe Ali Baba“.

Frei nach dem weltbekannten Märchen aus Tausendundeiner Nacht („Ali Baba und die 40 Räuber“) präsentierte das Musical-Team der Musikschule Nienberge eine komisch-romantische Geschichte rund um den tapferen Ali Baba.

Der fleißige Holzsammler entdeckt in einer Höhle den großen Schatz der berüchtigten Räuberbande, die den Kalifen von Bagdad vom Thron stürzen will. Auch sein Bruder möchte den Schatz haben, was aber ebenso wenig gelingt wie der Umsturz. Ali Baba rettet den Kalifen, und beide tun mit dem Gold viel Gutes. Die Räuber haben das Nachsehen und wollen auch keine Räuber mehr sein – also märchenhaft.

Auch für dieses Musical hat der bekannte Sänger und Komponist Jean Claude Séférian die Musik geschrieben. Etwas Orientalisch- Märchenhaftes hatte ihn schon lange fasziniert. Das bewährte Team ist wieder dabei. Neben dem Komponisten sind das (stellvertretend für viele engagierte Mitwirkende vor und hinter der Bühne) Lea Christiansen und Julia Pieper als Regisseurinnen, Withold Grohs, Leiter der Musikschule und Orchesterleiter, Uschi Knievel (Kostüme), Peter Tovar (Bühnenbild) und Anneliese Janning (Gesamtorganisation).

Etwa 80 Rollen sind mit den Laienschauspielern besetzt: Tänzerinnen, Palastwachen, Hofdamen, Räuber, der Schatzchor, die Hauptdarsteller. Das ist überhaupt kein Problem, viele Akteure haben schon bei mehreren Musicals mitgespielt. „Es ist uns wieder gelungen, ein sowohl Generationen als auch Stadt übergreifendes Projekt auf die Beine zu stellen“, freut sich Withold Grohs in seiner Begrüßung zur Premiere. Das bedeutet: Die Mitwirkenden sind zwischen sieben und 79 Jahre alt, und sie kommen aus Stadtteilen von Nienberge bis Gremmendorf.

Auf der Bühne ist es zwischendurch ganz modern: Der Kalif macht den Abwasch, Ali Baba ruft seinen Bruder mit dem Handy an, und sein Sohn sucht den Schatz mit Hilfe einer App. „Sesam öffne Dich“ heißt das Zauberwort. Der Vater ist übrigens schneller mit der direkten Suche.

Ganz zum Schluss noch ein sehr netter Gag: Plötzlich kommt eine kleine Öllampe ins Blickfeld. „Aladin und die Wunderlampe?“ Das ist eine andere Geschichte. Vielleicht fürs nächste Musical.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6165628?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F141%2F
1100 vertrauliche Mails mitgelesen
Das Auslesen des Passwortes machte es möglich, sich Zugriff auf das Mailkonto des Greveners zu verschaffen. Der Täter soll pikanterweise ein Familienmitglied sein.
Nachrichten-Ticker