Nienberger Vereine planen gemeinsam für die Zukunft
Maibaum und Oktoberfest bleiben

MÜNSTER-NIENBERGE -

Genaue Absprachen sind wichtig. Auch im Vereinsleben.

Freitag, 07.12.2018, 17:48 Uhr aktualisiert: 09.12.2018, 19:25 Uhr
Die Vertreter der Nienberger Vereine kamen im Hof Rölver zu ihrem Nikolaustreffen zusammen. Auf dem umfangreichen Programm des Abends stand die Planung von Aktivitäten im nächsten Jahr und für die weitere Zukunft.
Die Vertreter der Nienberger Vereine kamen im Hof Rölver zu ihrem Nikolaustreffen zusammen. Auf dem umfangreichen Programm des Abends stand die Planung von Aktivitäten im nächsten Jahr und für die weitere Zukunft. Foto: sn

Wann bekommt der SC Nienberge endlich seinen Kunstrasenplatz? Gibt es im nächsten Jahr wieder einMaibaumfest im Stadtteil? Und wer übernimmt in Zukunft die Feierlichkeiten zum Volkstrauertag? Auf all diese Fragen gab es Antworten. Beim Nikolaustreffen der Nienberger Vereine auf dem Hof Rölver.

„Wir haben mal mit drei Schützenvereinen klein angefangen“, sagte Moderator Manfred Wilhelmer. Inzwischen seien 20 Vereine da. Jeder von ihnen trug seine Aktivitäten und Anliegen vor. Dementsprechend lag ein wahres Mammutprogramm vor den Beteiligten.

„Nienberge hat ein großes Potenzial“, so Ratsherr Georg Fehlauer ( CDU). Es müsse nur gefördert werden.

Bauland

Er gab bekannt, dass Nienberge in das Bauland-Entwicklungsprogramm der Stadt Münster aufgenommen worden sei: „Da wird sich 2019 etwas bewegen.“ Zunächst spreche man aber noch mit den Eigentümern der Flächen, bevor dann gemeinsam die Öffentlichkeit informiert würde. Klar ist: Nienberge wird größer. „Es soll aber seinen dörflichen Charakter behalten“, so Fehlauer.

Weitere Punkte, die der Ratsherr ansprach: „Die Dreizügigkeit der Grundschule kann eigentlich schon sofort kommen.“ Und: „Wir haben Chancen, den Kunstrasenplatz schon 2021 zu kriegen.“ Bisher sei er erst für 2023 vorgesehen gewesen. Paradox: Grund dafür sei auch, dass der hiesige Ascheplatz so gut gepflegt worden sei, das gäbe weniger Punkte im Vergabeverfahren.

Volkstrauertag

Und wie sieht es mit dem Volkstrauertag aus? Die Soldatenkameradschaft Nienberge, die laut ihrer Satzung dazu verpflichtet ist, die Feierlichkeiten durchzuführen, hat ihre Auflösung in Aussicht gestellt. „Wir können das mit unseren Leuten nicht mehr durchführen“, sagte Schriftführer Josef Krevert beim Treffen. Er und auch die Vertreter der Nienberger Vereine machten aber deutlich, dass die Tradition fortgesetzt werden sollte.

„Das ist eine Aufgabe für eine Schützenbruderschaft“, meinte Reinhold Klumpe, Vorsitzender des Heimatvereins. Schließlich kam man überein, dass die St.-Jacobi-Schützenbruderschaft die Federführung der Volkstrauertags-Feierlichkeiten übernimmt, aber tatkräftige Hilfe vom Männerchor, dem Musikzug und der Freiwilligen Feuerwehr erhält.

Tradition

Auch mit einer anderen Tradition geht es weiter. „Wir werden im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder einen Maibaum aufstellen“, kündigte Dennis Schmitz, der Vorsitzende der St.-Sebastian-Schützenbruderschaft, an. „Es kostet nichts, es macht nur Spaß“, betonte er. Wenn noch einige andere Vereine mitmachten, könnte man sich auch überlegen, das Maibaumfest von einem Sonntag auf einen anderen Termin zu verlegen, etwa auf einen Samstagabend.

Auch Karneval gibt es weiter im Dorf. So veranstaltet der 1. Nienberger Karnevalsverein am 28. Februar wieder seine Weiberfastnacht. Die die größte Feier im Dorf, das Oktoberfest, findet ebenso eine Neuauflage. Es ist für den 12. und 13. Oktober geplant. Aufgrund des Erfolges werde das Festzelt dieses Mal noch größer sein, kündigte der Musikzug-Vorsitzende Friedhelm Berger an.

Vorschlag

Der Vorschlag, einen Dachverband der Nienberger Vereine zu gründen, wie es ihn etwa im Nachbar-Stadtteil mit dem „Forum Roxel“ gibt, fand allerdings wenig Resonanz. „Wir kriegen es auch so hin“, meinte Manfred Wilhelmer, „so wie es ist, läuft es gut.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6242289?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F141%2F
Bus-Crash im Berufsverkehr
Der Bus, der von Ahlen nach Warendorf unterwegs war, wurde im vorderen Bereich stark beschädigt. Die Feuerwehr musste größere Mengen auslaufender Betriebsstoffe abstreuen.
Nachrichten-Ticker