Aussendungsgottesdienste für 210 Sternsinger
Gekrönte Spendensammler auf Tour

MÜNSTER-NIENBERGE / GIEVENBECK -

Viele kleine Königinnen und Könige ziehen jetzt wieder durch die Straßen. 50 von ihnen sind in Nienberge unterwegs.

Samstag, 05.01.2019, 07:30 Uhr
1In Nienberge feierten die Sternsinger vor Beginn der Aktion im Stadtteil einen Gottesdienst in der St.-Sebastian-Kirche. Im Rahmen des Familiengottesdienstes am Sonntag (6. Januar) um 11 Uhr werden sie dort wieder begrüßt.
1In Nienberge feierten die Sternsinger vor Beginn der Aktion im Stadtteil einen Gottesdienst in der St.-Sebastian-Kirche. Im Rahmen des Familiengottesdienstes am Sonntag (6. Januar) um 11 Uhr werden sie dort wieder begrüßt. Foto: sn

„Gleich geht’s los“, meinte Diakon Reinhard Kemper beim Aussendungsgottesdienst für die Sternsinger in Nienberge. Die vielen Kinder saßen am Donnerstagnachmittag stolz in den ersten Reihen der St.-Sebastian-Kirche und warteten gespannt auf ihren Einsatz. 50 Sternsinger gibt es im Stadtteil. Ihre Mission: So viele Häuser segnen wie nur möglich und fleißig Spenden sammeln für die Projekte der Sternsingeraktion.

„Die Leute freuen sich, wenn Ihr kommt“, erklärte Reinhard Kemper: „Ihr leistet einen wichtigen Dienst.“ Eingekleidet in bunte, edle Gewänder waren die Jungen und Mädchen bereits, auch die Kronen saßen perfekt. „Das ist hier so etwas wie eine Generalprobe“, meinte der Diakon. Und so war auch ein letztes Mal „Seht ihr unseren Stern“ zu hören, das Lied der Heiligen Drei Könige, bevor die Kinder dann durch die Straßen von Nienberge und Häger zogen.

Jede Sternsinger-Gruppe bekam einen Bezirk zugeteilt, und zur Orientierung gab es einen Ortsplan gleich mit. Auch die Spendenbüchsen durften nicht fehlen. Traditionell wird in Nienberge für Indiofamilien am Amazonas gesammelt, aber natürlich auch für die bundesweite Sternsingeraktion, deren diesjähriges Beispielprojekt „Yancana Huasy“ in der peruanischen Hauptstadt Lima behinderte Kinder fördert. Die an die Jungen und Mädchen gespendeten Süßigkeiten gehen wiederum auch an soziale Projekte wie etwa das „Haus der Wohnungslosenhilfe“ in Münster. Gesammelt wird bis zum Sonntag. Dann findet in Nienberge um 11 Uhr der Familiengottesdienst in der St.-Sebastian-Kirche statt, in dessen Rahmen die Sternsinger-Rückkehr gefeiert wird.

„Dankeschön-Nachmittag“

Am 18. Januar gibt es für die vielen Kaspars, Melchiors und Balthasars noch einen „Dankeschön-Nachmittag“. Er findet im St.-Sebastian-Pfarrzentrum statt und beginnt um 15.30 Uhr.

„Ihr habt eine besondere Aufgabe“, meinte Monika Wedig , pastorale Mitarbeiterin in der Liebfrauen-Überwasser-Gemeinde, zu den Gievenbecker Sternsingern am Freitagmorgen. Die waren in die evangelische Lukaskirche gekommen, um vor dem Beginn der ökumenischen Aktion im Stadtteil noch einmal gemeinsam einen Gottesdienst zu feiern.

Kronen, Sterne und Gewänder

Ein „Geschenk“ würden die Sternsinger zu den Menschen bringen, erläuterte Peter Hellbrügge-Dierks, Presbyter in der Lukasgemeinde. Nämlich den „Segen Gottes“. Und das fänden die Menschen „einfach klasse“. Die Utensilien, die die Sternsinger bei ihrem Gang dabei haben, wurden von Wedig und Pastoralassistentin Johanna Krafczyk gesegnet. Die Kronen, Sterne und Gewänder hatten die Heiligen Drei Könige bereits am Vortag im St.-Michael-Pfarrzentrum erhalten. Nun war das Lampenfieber groß.

Nach dem Gottesdienst strömten die Sternsinger in alle Himmelsrichtungen aus. Was die Organisatoren besonders freute war die große Anzahl der Kinder, die bei dieser ökumenischen Sternsingeraktion mitmachen. In diesem Jahr gibt es in der Liebfrauen-Überwasser-Gemeinde ganze 160 Sternsinger. Der Spendenerlös geht an Projekte der bundesweiten Sternsingeraktion.

Abschlussgottesdienst

Für alle, die in der Liebfrauen-Überwasser-Gemeinde mitgemacht haben, gibt es am Sonntag ab 10 Uhr einen Abschlussgottesdienst in der St.-Michael-Kirche.

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