Sportschützen der Sebastian-Bruderschaft
Den Umschwung fest im Visier

Münster-Nienberge -

Gegenwärtig gibt es nicht mehr viele, die sich in Nienberge als Sportschützen betätigen. Das soll sich allerdings ändern.

Dienstag, 08.01.2019, 18:28 Uhr
Sie wollen mehr Sportschützen in Nienberge (v.l.): Dennis Schmitz (Vorsitzender der St.-Sebastian-Schützenbruderschaft), Detlev Rieck (langjähriger Leiter der Sportschützenabteilung), Nadine Schmitz (Vorstandsmitglied) und Willi Duwenig (Leiter der Sportschützen-Abteilung).
Sie wollen mehr Sportschützen in Nienberge (v.l.): Dennis Schmitz (Vorsitzender der St.-Sebastian-Schützenbruderschaft), Detlev Rieck (langjähriger Leiter der Sportschützenabteilung), Nadine Schmitz (Vorstandsmitglied) und Willi Duwenig (Leiter der Sportschützen-Abteilung). Foto: sn

Etliche Pokale zieren die Regale in der Schießhalle der St.-Sebastian-Schützenbruderschaft. Ein bisschen wirken sie wie ein Relikt aus einer anderen Zeit. Denn gegenwärtig gibt es nicht mehr viele, die sich in Nienberge als Sportschützen betätigen. Das soll sich allerdings ändern.

Die Sportschützen-Abteilung der Nienberger Bruderschaft gibt es schon seit 1981. „Damals waren wir 70 Leute“, sagt der ehemalige Abteilungsleiter Detlev Rieck , der auch stellvertretender Bundesschießmeister im Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften ist.

Den Schießstand hatte man im damaligen „Gasthof zur Post“. Ehrensache, dass die Sportschützen auch an überregionalen Wettbewerben teilnahmen. Viele glänzende Pokale konnten sie auch auf Bundesebene erringen.

2009 begannen die Arbeiten an der jetzigen Schießhalle an der Feldstiege. Das Gebäude gehörte früher zum ehemaligen Freibad, das die Stadt seinerzeit schloss. Mit viel Eigenleistung konnte die Schießhalle 2010 eröffnet werden.

Der Andrang war zunächst groß. „Am Anfang scharrten alle mit den Hufen“, erinnert sich der aktuelle Abteilungsleiter Willi Duwenig . Viel Betrieb gab es, auch die jungen Schützen zeichneten sich durch viel Tatendrang aus. Das ist vorbei. Bei der jüngsten Generalversammlung der St.-Sebastian-Schützenbruderschaft war zu hören, dass es derzeit nur zehn aktive Schützen gebe.

„Ich glaube nicht, dass es nicht genug Jugendliche gibt, die sich für den Schießsport interessieren“, meint Rieck, der auch die Vorteile des Trainings hervorhebt: Sportschießen fördere die Konzentrationsfähigkeit, meint Rieck: „Man muss sich eine Zeit lang nur mit sich selbst beschäftigen.“

Allerdings: Die Schießhalle in Nienberge sei noch zu wenigen bekannt. Ein wenig abgelegen sei sie am derzeitigen Standort. Aber offenbar gibt es genau dort ideale Bedingungen. Seit 2017 besteht nämlich eine Kooperation mit dem SC Nienberge (SCN). Die Schießhalle sei zusammen mit der Anlage des SCN ein „Sportzentrum“, so Schmitz. Sechs Bahnen gibt es in der Schießhalle, aber das ist noch nicht alles. Ein geräumiger Gemeinschaftsraum lädt auch zum Verweilen nach dem sportlichen Erlebnis ein. „Wir reden hier über Gott und die Welt“, sagt Duwenig.

Der Verein will sich öffnen. Jeder sei willkommen, so Dennis Schmitz, der Vorsitzende der St.-Sebastian-Schützenbruderschaft. Trainiert wird jeden Donnerstag ab 17.30 Uhr. Geschultes Personal gebe es hier, so Nadine Schmitz, und auch Frauen seien angesprochen mitzumachen. Schon bald soll es dort wieder so lebendig zugehen, wie es ganz am Anfang war.

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