Fläche in Nienberge gesichert
Stadt kauft 17 Hektar Bauland

Münster-Nienberge -

Diese Nachricht kommt überraschend: Nachdem die Stadt jahrelang vergeblich Ausschau nach bebaubarem Grund in Nienberge gesucht hat, ist sie nun fündig geworden - und hat eine 17 Hektar große Fläche erworben.

Freitag, 08.02.2019, 17:52 Uhr aktualisiert: 12.02.2019, 17:44 Uhr
Vorsorge für den Wohnungsbau: Stadtrat Matthias Peck (Mitte) freut sich mit Andreas Nienaber und Alexandra Wirtz vom städtischen Immobilienmanagement, dass der Ankauf für 17 Hektar Bauland in Nienberge unter Dach und Fach ist.
Vorsorge für den Wohnungsbau: Stadtrat Matthias Peck (Mitte) freut sich mit Andreas Nienaber und Alexandra Wirtz vom städtischen Immobilienmanagement, dass der Ankauf für 17 Hektar Bauland in Nienberge unter Dach und Fach ist. Foto: Stadt Mäünster

Jetzt geht es Schlag auf Schlag: Nachdem jüngst bekannt wurde, dass die Stadt Münster eine 47 Hektar große Fläche am Hiltruper Osttor kaufen will, so meldet das städtische Presseamt nun Vollzug beim Grundstückskauf in Nienberge. Demnach sichert sich die Stadt dort 17 Hektar Bauland „unweit der Feldstiege“.

Wo genau sich diese Fläche befindet, konnte – oder durfte – Matthias Peck , Beigeordneter für Wohnungsversorgung, Immobilien und Nachhaltigkeit am Freitagmittag auf Anfrage noch nicht verraten: „Da es sich um einen nichtöffentlichen Vorgang handelt, kann ich dazu aktuell nichts Verbindliches sagen.“

Besagte 17 Hektar entsprechen in etwa 24 Fußballfeldern. Was das übersetzt in Wohnungen beziehungsweise Wohneinheiten bedeutet, konnte Peck aktuell auch nicht mit Bestimmtheit sagen. In etwa stimme aber die Faustregel, dass pro Hektar 55 Wohneinheiten entstehen könnten.

Aber: „Jedes zu entwickelnde Bauland hat seine Eigenheiten, jedes Gebiet muss man aufgrund der örtlichen Gegebenheiten einzeln betrachten“, so Peck. Die zu schaffende Infrastruktur unterscheide sich je nach Standort. Die Kriterien, was an welcher Stelle umgesetzt werden müsse – Kitas, Spielplätze oder Sportanlagen – differiere.

Wichtig sei es laut Peck, „dass es uns gelungen ist, im großen Stil Bauland zu erwerben“. Dieses gelte es „sozialverträglich und gemeinsam mit den Bürgern zu entwickeln“.

Eine Möglichkeit der Bürgerbeteiligung bietet sich bereits am 26. Februar (Dienstag) im Kulturforum an der Kirmstraße: Ab 18 Uhr beginnt dort mit einem Auftaktforum die sogenannte Zukunftswerkstatt. Dabei handelt es sich um ein „Entwicklungskonzept für Nienberge und Nienberge-Häger, bei dem die Stadtplanung gemeinsam mit den Menschen im Stadtteil einen Rahmen für die Herausforderungen der Zukunft schafft“, schreibt das städtische Presseamt. Und: „Neben den Qualitäten und Potenzialen von Verkehr und Mobilität, Umwelt, Freizeit oder  Kultur geht es auch um die Perspektiven der Wohnbauflächen an der Feldstiege.“

Zurück zur jetzt von der Stadt erworbenen Fläche. Natürlich diene sie in erster Linie der Schaffung von Wohnraum – zu familienfreundlichen Konditionen und auch für den sozialen Wohnungsbau. „Wir wollen zum Schluss eine schwarze Null schreiben“, gibt Peck die Ziele vor. Will heißen: „Die Stadt gibt die Preise eins zu eins an die Käufer weiter.“ Der Verkauf der Grundstücke erfolge nach sozialen Kriterien. „Wir wollen die Möglichkeit für preiswertes Wohnen schaffen.

Apropos preiswerter Wohnraum: Durch die große Wohnungsknappheit in Münster schießen die Preise laut Peck „durch die Decke“. Durch neues Bauland sorge die Stadt Münster für ein wenig Entspannung auf dem Wohnungsmarkt. Entsprechend könnten bei einem zusätzlichen Angebot auch die Preise wieder ein wenig sinken.

Bis zum ersten Spatenstich in Nienberge  wird es laut städtischem Presseamt noch einige Jahre dauern. Gleichwohl betreibe die Stadt weiterhin aktiv Vorsorge, „um langfristig Flächen für die Wohnbaulandentwicklung auch im Außenbereich zu sichern“. Schon in nächster Zeit sind weitere Ankäufe im Stadtgebiet durch das Amt für Immobilienmanagement geplant.  

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