Stadtteilentwicklung: Noch mal volles Haus
Sorge um Verkehrssituation

Münster-Nienberge -

Auch die zweite Infoveranstaltung zur Stadtteilentwicklung von Nienberge war sehr gut besucht.

Freitag, 08.03.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 10.03.2019, 18:08 Uhr
Volles Haus im Kulturforum auch beim zweiten Informationsabend zur Stadtteilentwicklung in Nienberge. Und erneut gab es viele Anregungen.
Volles Haus im Kulturforum auch beim zweiten Informationsabend zur Stadtteilentwicklung in Nienberge. Und erneut gab es viele Anregungen.

Derselbe Saal (Kulturforum), die gleiche Zeit (18 Uhr), ein anderes und dabei wieder sehr interessiertes Publikum: Auch der Zusatztermin zur Bürgerbeteiligung an der Entwicklung des Stadtteils, der wegen des enormen Zuspruchs zur ersten Veranstaltung kurzfristig anberaumt worden war, fand beachtliche Resonanz. Wieder füllten rund 200 Nienberger (darunter viele junge Leute) das Forum, um sich zu informieren, kritische Punkte anzusprechen und Anregungen zu geben.

Dabei standen zwei Bereiche im Fokus, die auch bei der ersten Veranstaltung zum Stadtteilentwicklungskonzept am 26. Februar für Diskussionen gesorgt hatten: das geplante neue Baugebiet, das sich an die Sportanlagen anschließen soll, und die Verkehrssituation in der Sebastianstraße.

Eine „gesunde Mischung“ von Ein- und Mehrfamilienhäusern soll im neuen Baugebiet entstehen, das lässt sich als Mehrheitsmeinung aus den Anregungen erkennen. 600 Wohneinheiten sind dort geplant, um 1500 bis 2000 Einwohner kann Nienberge dadurch wachsen.

Allerdings, so wurde kritisch geäußert, müsse sehr darauf geachtet werden, dass dort kein neuer Stadtteil entstehe. Konkrete Bauformen stehen zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest.

„Brennpunkt Sebastian­straße“: Die Verkehrssituation wurde auch in der zweiten Veranstaltung als völlig unbefriedigend bezeichnet. Die Meinungen reichten von „Verkehr beruhigen“ über „Einbahnstraßenregelung“ bis zur „Sperrung für Autos“. Auf jeden Fall müsse etwas getan werden.

Erneut angesprochen wurde ein neuer Standort für die Grundschule. Dazu machte der zweite Vorsitzende des SC Nienberge ( SCN ), Manfred Wilhelmer, den Vorschlag, über den Bau eines Schul- und Sportzentrums nachzudenken. Wenn sich das in näherer Zukunft realisieren lasse, dann werde der SCN den geplanten Anbau von zwei Sporträumen an die Mehrzweckhalle zunächst zurückstellen.

In den Diskussionen kam neben vielen kritischen Anmerkungen aber auch (wie am ersten Abend) zum Ausdruck, dass Nienberge ein Stadtteil sei, in dem es sich insgesamt gut leben lasse. „Nienberge bietet viele Möglichkeiten, die Lebensqualität zu erhalten und auch noch zu steigern“, sagte der Vorsitzende der CDU-Ortsunion Nienberge, Meik Bruns, unserer Zeitung während der Veranstaltung.

Mit dem Entwicklungskonzept, das die CDU auf den Weg gebracht habe, rücke der Ortsteil endlich wieder mehr in den Fokus. Bereits in der nächsten Woche werde sich der Vorstand der Ortsunion mit den Ergebnissen der beiden Veranstaltungen beschäftigen.

Das Planungsbüro „plan lokal“ wird im nächsten Schritt ein Stärken-Schwächen-Profil erstellen und dann gemeinsam mit der Stadtverwaltung das Entwicklungskonzept. Über den Stand der Maßnahmen werden die Nienberger informiert. Das Konzept soll bis spätestens Ende des Jahres fertig sein. Dann geht es an die Umsetzung.

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