Plattdeutschen Laienspielschar Nienberge
Geld allein macht nicht glücklich

Münster-Nienberge -

Die Premiere wurde zu einem vollen Erfolg: Turbulent geht es zu beim neuen Theaterstück der Nienberger Mundartschauspieler. „Wer wird Millionär?“ heißt die zentrale Frage.

Sonntag, 10.03.2019, 18:00 Uhr aktualisiert: 11.03.2019, 18:54 Uhr
Wahnsinns-Überraschung: Gisela Berger (Mitte) wird zur Quizsendung „Wer mit Millionär“ eingeladen
Wahnsinns-Überraschung: Gisela Berger (Mitte) wird zur Quizsendung „Wer mit Millionär“ eingeladen Foto: hko

Millionär wird keiner, aber das ist auch gar nicht so wichtig, denn „Geld allein macht nicht glücklich.“ Diese Erkenntnis wird immer wieder neu belebt. Besonders in der Schlussphase der Komödie „Wer wird Millionär?“. Bis dahin geht es in der „Familie Berger “ ziemlich turbulent zu. Bei der Premiere des plattdeutschen Theaterstücks auf der Bühne im „Wirtshaus zur Post“ gab es immer wieder spontanen Szenenapplaus für die Laienspielschar Nienberge, die sich in 30 Proben auf die insgesamt 15 anstehenden Aufführungen des Mundartstücks vorbereitet hat.

„Ich wär so gerne Millionär“: Der Männerchor Cäcilia stimmte das Publikum mit dem bekannten Song der „Prinzen“ auf den unterhaltsamen Abend ein. Bei Hubert Berger ( Ludger Aussendorf ), einem bodenständigen Maurer, und seiner Frau Gisela (Adelheid Tegeler), die gern ein paar Euro ausgibt, ist das Geld knapp. Giselas Schwester Hannelore (Ingeborg Hachenbach) geht es ähnlich, denn sie leiht sich ständig etwas bei den Verwandten. Da winkt Gisela die Teilnahme an der bekannten Quizsendung „Wer wird Millionär?“. Die Familie fiebert mit. Um es kurz zu machen: Sie muss sich mit 500 Euro zufrieden geben. Aus der Traum vom Reichtum.

Diese Geschichte wäre natürlich viel zu kurz, und so taucht zwischendurch der Makler Laurenz Vornholt (Reinhard Menke) auf, denn das Haus, in dem die Bergers wohnen, soll verkauft werden. Die Mieter haben Vorkaufsrecht. Nur: Woher das Geld nehmen nach der Millionärs-Pleite? Dann gibt es da noch die studierenden Berger-Sprößlinge Frank (Christopher Neuhaus) und Gabriele (Temba Große Brinkhaus), die Reporterin Christina Lenz (Katharina Seidel) und den Briefträger Hans Portner (Alfons Neuhaus). Ein Hund (nicht sichtbar, aber geräuschvoll) spielt ebenfalls eine Rolle.

Die Verwicklungen bleiben zunächst verworren, bis die Wende zum Guten beginnt. Zwei junge Paare finden sich, und das Bald-Silberhochzeits-Paar Berger freut sich auch über ein Happy-End. Einiges mehr wird jetzt allerdings noch nicht verraten, denn es sollen ja noch viele Zuschauer überrascht werden.

Das Interesse an den Aufführungen der Nienberger Laienspielschar geht über Münster hinaus. Ein Beispiel dafür sind Elke und Thomas Köning aus Steinfurt, die seit zehn Jahren die plattdeutschen Komödien im münsterischen Ortsteil besuchen. Am Freitagabend waren ihre Freunde Mechtild und Jörg Nienkemper mit dabei. Alle wollen auch im nächsten Jahr eine Aufführung der Laienspielschar besuchen, denn, so sagt Elke Köning: „Das ist immer wieder sehr unterhaltsam.“

Zum Thema

Weitere Aufführungen des plattdeutschen Theaterstücks „Wer wird Millionär“ finden bis zum 7. April statt. Informationen und Kartenbestellungen ab sofort unter www.theater-nienberge.de.

...
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6461766?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F141%2F
Mehr Buchen, bitte!
Buchen unter Eichen: Förster Holger Eggert zeigt einen "zweischichtigen Bestand."
Nachrichten-Ticker