Andreas Riemann leitet Schützenbruderschaft St. Jacobi
Sebastianer-König mit neuem Reich

MÜNSTER-NIENBERGE -

Als König regiert er die eine Bruderschaft - und als Vorsitzender die andere.

Dienstag, 12.03.2019, 05:30 Uhr aktualisiert: 12.03.2019, 19:08 Uhr
Hubert Möllmann (vorne, 4.v.l. ) trat nicht mehr für das Amt des Vorsitzenden der St. Jacobi-Bruderschaft an. Andreas Riemann (vorne, 2.v.l.). ist der neue Mann an der Spitze des Vorstandes. Mit im Bild: weitere Vorstandsmitglieder.
Hubert Möllmann (vorne, 4.v.l. ) trat nicht mehr für das Amt des Vorsitzenden der St. Jacobi-Bruderschaft an. Andreas Riemann (vorne, 2.v.l.). ist der neue Mann an der Spitze des Vorstandes. Mit im Bild: weitere Vorstandsmitglieder. Foto: sn

Ein König der Sebastianer, der Vorsitzender der St.-Jacobi-Schützenbruderschaft wird? Vor einigen Jahren hätten das viele noch für unmöglich gehalten. Andreas Riemann hat es wahr gemacht. „So schnell geht das, dass ich hier oben stehe“, war der Neue an der Spitze selbst noch ein wenig perplex. Die Generalversammlung der St.-Jacobi-Schützenbruderschaft im „Wirtshaus zur Post“ hatte ihre erste Sensation.

Die alte Rivalität der beiden Schützenbruderschaften in Nienberge scheint dahin. Zumindest an diesem Abend. „Wir sind alle Nienberger“, beschwor spontan Dennis Schmitz, der Vorsitzende der St.-Sebastian-Schützenbruderschaft. Und der St.-Jacobi-Jubelkönig Rudolf Stenner befand: „Heute arbeiten die Vereine in Nienberge zusammen. Das war vor 25 Jahren noch nicht so.“ Und nun das. Nach der einstimmigen Wahl von Andreas Riemann, dem amtierenden Schützenkönig von St. Sebastian, entfuhr es Wahlleiter Norbert Bexten: „Mehr Annäherung zwischen den Schützenbruderschaften geht nicht.“

Die Neuwahl war notwendig gewesen, weil Hubert Möllmann sein Amt als Vorsitzender zur Verfügung stellte: „Ich trete aus persönlichen Gründen zurück.“ Das war bereits im Vorfeld angekündigt worden, sodass die Schützenbruderschaft sich darauf vorbereiten konnte. Viel Lob gab es anschließend für Möllmann, der sich viele Jahre im Vorstand engagiert hatte. Schon 2002 war er Schriftführer geworden, 2016 übernahm er das Amt des Vorsitzenden von Michael Schöning.

Personalien

Das war nicht die einzige Personalie auf der Generalversammlung. Auch Kassierer Ralph-Steffen Kirchner trat nicht erneut für ein Vorstandsamt an. 25 Jahre sei er nun ehrenamtlich in Nienberger Vereinen aktiv. Das sei genug, meinte Kirchner. Doch er versprach: „Wir sind nicht weg. Wir helfen Euch.“

Die Mitgliederzahl von St.-Jacobi kann sich sehen lassen. 446 Schützen gibt es jetzt, davon sind 331 zahlende Mitglieder. Sieben Neueintritte konnten verzeichnet werden.

Ein leichtes Minus in der Kasse vermeldete Kirchner noch. Grund: Es seien 100 Krawatten für 1700 Euro gekauft worden: „Das machen wir alle fünf, sechs Jahre.“ Rechne man den Wert der Schützen-Krawatten allerdings hinzu, dann habe die Kasse sogar ein Plus.

Druckluftgewehr

Na also, das stellte die Jacobianer zufrieden. Sie entlasteten einstimmig den Vorstand. Schließlich informierte Manfred Wilhelmer noch über die Kinderschützenfeste des Vereins. Zukünftig wird hier, wie in anderen Bruderschaften schon üblich, der Vogel mit Flaschenkorken aus einem Druckluftgewehr von der Stange geholt. Die Schützen haben ein Herz für den Nachwuchs: Sie sammelten während der Generalversammlung 406,43 Euro für das Kinderschützenfest.

Es standen bei der Mitgliederversammlung noch weitere Wahlen an. Neuer zweiter Vorsitzender und damit Nachfolger von Andreas Riemann wird Christian Riemann. Das Kassiereramt von Kirchner übernimmt Christoph Sokolowski. Zu Bruderschaftsvertretern wurden Thomas Reeken, Gregor Große Dahlmann, Thorsten Ullrich, Dennis Koschig und Maik Rathje gewählt.

Jungschützenoberst

André Andrasch trat nicht wieder als Oberst an, sein Amt füllt jetzt Markus Rotert aus. Adjutant ist Daniel Suttrup, Jungschützenoberst Nikolai Tschorn und Jungschützenadjutant Lennard Altmann.

Zu Fahnenoffizieren der St.-Jacobi-Schützenbruderschaft wurden Tobias Rotert, Daniel Nüßing, Michael Dieckmann und Kai Wiegand gewählt. Fahnenschläger der Bruderschaft sind Michael und Benedikt Frerking sowie Tim van Bevern und Lukas Riemann.

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