kfd Nienberge
Ulla Fieber zieht sich zurück

Münster-Nienberge -

Wechsel bei der katholischen Frauengemeinschaft St. Sebastian Nienberge: Nach zehn Jahren als Teamsprecherin trat Ulla Fieber auf der Mitgliederversammlung für eine erneute Wahl nicht mehr an.

Donnerstag, 14.03.2019, 18:10 Uhr aktualisiert: 19.03.2019, 16:36 Uhr
Erfolg im Team: Ulla Fieber (untere Reihe, 2.v.l.) mit den neuen, ausgeschiedenen und weiter aktiven Frauen im kfd-Leitungsteam.
Erfolg im Team: Ulla Fieber (untere Reihe, 2.v.l.) mit den neuen, ausgeschiedenen und weiter aktiven Frauen im kfd-Leitungsteam. Foto: hko

Vier Frauen wurden einstimmig neu in das Leitungsteam berufen: Maria Bölling, Agnes Szymanski, Rita Holtrup und Ina Zinzius. Das gesamte Team wählt bald die neue Sprecherin.

Ulla Fieber habe die Gemeinschaft, zu der über 400 Frauen gehören, mit großem Engagement und einer ebenso großen Überzeugungskraft geleitet, betonte Magdalena Berendsen unter dem Beifall der 140 Teilnehmerinnen der Versammlung. Es sei maßgeblich ihrer Arbeit als Teamsprecherin zu verdanken, dass die kfd Nienberge ein positives Image entwickelt habe. Der Einsatz Ulla Fiebers für die Rechte der Frauen in der Kirche wurde besonders gewürdigt. „Vielleicht wird sie ja noch mal Diakonin,“ meinte Magdalena Berendsen schmunzelnd.

Das strebt Ulla Fieber zwar nicht an, aber sie werde sich auch weiter dafür einsetzen, „dass Frauen in der Kirche verstärkt zu Wort kommen“, sagte sie im Gespräch mit unserer Zeitung. Und sehr deutlich: „Wenn das nicht geschieht, dann hat die Kirche einen Verlust.“

Die Zusammenarbeit der Konfessionen ist ihr ein besonderes Anliegen. In der katholischen Frauengemeinschaft machen auch Frauen aus der evangelischen Gemeinde mit. Ulla Fieber sieht darin „Stück gelebte Ökumene“. Rückblickend freut sich die langjährige Teamsprecherin darüber, dass sie immer mit Frauen zusammenarbeiten konnte, „die sich engagiert haben“.

Im vergangenen Jahr ist die kfd Nienberge weiter gewachsen. Die Gemeinschaft freut sich über 17 Neuaufnahmen und kann auf zahlreiche Aktivitäten zurückblicken, die Marlene Tillmann in ihrem Jahresbericht skizzierte. Die Schriftführerin erwähnte besonders das Jubiläum (90 Jahre) der kfd und den Einsatz für den Deutschen Katholikentag.

Die Arbeit der kfd lebt von der Mitwirkung vieler ehrenamtlichen Kräfte. Das zeige sich auch in einer soliden Kassenlage, berichtete Ingrid Hißmann, die für die Finanzen verantwortlich ist. „Nur durch das Engagement der ehrenamtlich tätigen Frauen können wir unsere Ausgaben gering halten.“ 3500 Euro spendete die kfd im vergangenen Jahr für soziale und karitative Zwecke. Das Geld kommt nicht aus Mitgliedsbeiträgen, sondern aus privaten Zuwendungen und spontanen Spendensammlungen bei kfd-Veranstaltungen. So kamen bei der Versammlung am Dienstag 670 Euro zusammen.

Aus dem kfd-Leitungs­team sind neben Ulla Fieber auch Marlene Tillmann und Gerda Esser ausgeschieden. Neben den erwähnten vier „Neuen“ gehören weiterhin Maria Duwenig, Marga Lechtermann, Ingeborg Hißmann, Magdalena Berendsen und Michelle Stupperich dazu.

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