Übung des Nienberger Löschzugs
Möglichst nah an der Realität

Münster-Nienberge -

Ein umgestürzter Pkw, ein in den Unfall involvierter Reisebus sowie zahlreiche „Verletzte“ vor Ort – dieses Szenario bot sich jetzt einigen Passanten am Festplatz an der Feldstiege.

Dienstag, 19.03.2019, 16:36 Uhr
Ein durch einen Unfall umgestürzten Pkw war ein Bestandteil des intensiven Übungstags.
Ein durch einen Unfall umgestürzten Pkw war ein Bestandteil des intensiven Übungstags.

Glücklicherweise handelte es sich dabei nicht um einen Ernstfall. Der fiktive Einsatz war Bestandteil eines groß angelegten Übungstags des Löschzugs Nienberge der Freiwilligen Feuerwehr .

„Die Szenarien wurden so ausgewählt, wie sie im Alltag den Feuerwehrleuten auch tatsächlich mehrmals im Jahr begegnen können“, meinte Brandoberinspektor Tobias Rotert , der zum Vorbereitungsteam des Übungstags gehörte. Neben einigen Aufgaben zur Teamförderung galt es insgesamt vier Übungsszenarien zu bewältigen.

Der erste Einsatz hatte es gleich in sich: ein Gebäudebrand. An den Fenstern machten sich drei Personen bemerkbar, die über Leitern und das Treppenhaus gerettet werden mussten. Außerdem war eine Person im Gebäude vermisst. Zur Menschenrettung kamen drei Trupps unter Atemschutz zum Einsatz.

Nach einer kurzen Pause galt es zunächst zwei kleinere Übungen zu bewältigen. Diese wurden im Wettkampf gegeneinander ausgetragen. Eine Gruppe musste einen Standard-Löschangriff mit drei C-Rohren aufbauen, das Wasser wurde dabei aus einem Bach entnommen. Die zweite Gruppe musste einen anspruchsvollen Parcours bewältigen, der verschiedene Stationen zum Thema technische Hilfeleistung enthielt.

Dann wurden die Helfer zur Feldstiege beordert: Ein Kleinwagen war infolge des Aufpralls umgestürzt und auf dem Dach liegen geblieben. In dem Wagen war eine Person – dargestellt durch einen Dummy – eingeklemmt. In dem Bus saß eine Gruppe mit Jugendlichen, dargestellt durch Mitglieder der Jugendfeuerwehr und einige Angehörige des Löschzuges, welche durch den Aufprall verletzt wurden.

Insgesamt waren – so sah es das „Drehbuch vor – elf verletzte Personen zu versorgen und zu retten. Bei dieser Übung waren ein Notarztfahrzeug und ein Löschfahrzeug der Berufsfeuerwehr zur Unterstützung eingebunden. Die Person im Pkw wurde mit schwerem hydraulischem Gerät befreit. Die Personen im Bus wurden zunächst durch einen Notarzt gesichtet und dann entsprechend versorgt. „Die Rettung der Personen aus dem Bus gestaltete sich teilweise schwierig, da die Rettung schonend erfolgen musste und in einem Reisebus sehr beengte Platzverhältnisse vorherrschen“, so Rotert.

Unterstützt wurden die Nienberger Kräfte von einigen Kameraden des benachbarten Löschzug Häger-Uhlenbrock sowie durch eine Rettungswagenbesatzung der Johanniter Unfallhilfe. „Hierdurch konnte die enge Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Rettungsdienst optimal geübt werden“, berichtete Tobias Rotert. Sein Resümee: „Alle Beteiligten konnten viel dazulernen und sich gut gerüstet fühlen für die kommenden realen Einsätze. Nur durch solch intensive und anstrengende Übungen ist es möglich sich auf die Realität vorzubereiten.“

Sein Dank galt auch in Richtung des Busunternehmens „Theos Reisen“, das den „Einsatz-Bus“ für die Übung stellte.

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