Unparteiischer beim Golf
Im Rang eines Fifa-Schiedsrichters

Münster-Nienberge -

„Bedarf es beim Golfspielen wirklich eines Schiedsrichters?“ Bei dieser Frage muss Helmut Brockmann schmunzeln, denn sie wird ihm häufig gestellt, wenn er über sein ehrenamtliches Engagement berichtet.

Donnerstag, 18.04.2019, 17:28 Uhr aktualisiert: 23.04.2019, 18:28 Uhr
Dreifach qualifiziert: Helmut Brockmann ist stolz auf die Urkunden, die ihn als Schiedsrichter für Landes-, Bundes- und internationale Turniere ausweisen.
Dreifach qualifiziert: Helmut Brockmann ist stolz auf die Urkunden, die ihn als Schiedsrichter für Landes-, Bundes- und internationale Turniere ausweisen. Foto: Hubertus Kost

„Ja!“ ist die Antwort – und ein Golf-Schiedsrichter braucht für seine Arbeit auch eine entsprechende Qualifikation. Der Nienberger ist sogar auf drei Ebenen aktiv: Als Spielleiter im Landes-Golfverband NRW, im Deutschen Golf-Verband und bei internationalen Turnieren. Damit hat er sich einen Status erworben, der einem Fifa-Schiedsrichter im Fußball entspricht.

Beim Golf ist der Schiedsrichter auch als Spielleiter Organisator, Begleiter und Helfer aktiv, und er achtet streng darauf, dass die Regeln eingehalten werden. „Dabei haben wir natürlich ein waches Auge auf das gesamte Geschehen und greifen ein, wenn wir Fehler sehen“, sagt Helmut Brockmann . Streit auf dem Platz sei aber die Ausnahme, das ist seine Erfahrung.

Und wie wird man Golf-Schiedsrichter? „Meine Geschwister spielten Golf,“ erzählt Helmut Brockmann, der selbst zunächst gar keinen „Draht“ zu der Sportart hatte. Dann begann er 1994 doch mit Golf, zunächst in Bayern. 1997 kam der gelernte Groß- und Außenhandelskaufmann zurück nach Münster und wurde Mitglied im Golfclub Wilkinghege.

Er setzte sich als Jugendwart für die jungen Spieler ein, hatte Kontakt zum NRW-Landesverband, qualifizierte sich dort als Assistent und dann als Schiedsrichter. Die Kernaufgabe: Vorbereitung und Durchführung von Spielen für Jugendliche und Erwachsene.

Erfolgreiche Spielleiter werden vom Landesverband für weitere Aufgaben vorgeschlagen. Helmut Brockmann gehört zu diesem Kreis, er sammelte reichlich Erfahrungen und absolvierte 2007 die Prüfung zum Spielleiter beim Deutschen Golf- Verband. Etwa 40 Golfspieler haben diesen Status. Damit qualifizierte er sich auch als Schiedsrichter für internationale Turniere. Dann gibt es nur noch eine Stufe, das ist die „Große Prüfung“ in St. Andrews in Schottland, dem „Mekka des Golfsports“. Diese Herausforderung bewältigte der Nienberger im Jahr 2008. Hat sich der Golfsport verändert? Mehr junge Leute als noch vor Jahren machen heute mit, berichtet Brockmann. Und außerdem: Golf habe längst nicht mehr das elitäre Image.

Der Nienberger ist mit 67 Jahren noch beruflich unterwegs: als „Kundenbegeisterer 60 plus“ einer Versicherungsgesellschaft. Zeit für Golf nimmt er sich auf jeden Fall. In diesem Jahr organisiert Helmut Brockmann vier Turniere.

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