Fragestunde im Rat
Lärmschutz-Initiative vermisst Unterstützung der Verwaltung

Münster-Nienberge -

Die „Bürgerinitiative Lärmschutz Nienberge“ bleibt im Kampf um aktivere Lärmschutzmaßnahmen im Zuge des Ausbaus der A1 zwischen Münster-Nord und Greven weitestgehend auf sich allein gestellt.

Donnerstag, 23.05.2019, 17:42 Uhr
Bis Nienberge ist die Fahrbahn noch dreispurig, künftig erfolgt der Ausbau bis Greven.
Bis Nienberge ist die Fahrbahn noch dreispurig, künftig erfolgt der Ausbau bis Greven. Foto: Kay Böckling

Die städtische Verwaltung hatte sich nach eigener Aussage zwar beim Landesbetrieb Straßen dafür eingesetzt, dass „im Bereich Nienberge der höchstmögliche Lärmschutz umgesetzt wird“. Allerdings ließ der Bauträger auch wissen, dass er auf die Verwendung des sogenannten Flüsterasphalts verzichten wird. Bekanntlich geht die Initiative nun juristisch gegen diese Haltung vor – und benötigt Geld und Unterstützung.

Letztere vermissen die Nienberger, wie Initiativ-Sprecherin Rosemarie Bodmann nun bei einer Fragestunde des Rats für Bürger verlauten lies. Allerdings geht ihre Kritik nicht in Richtung Politik, sondern zielt auf die Verwaltung. Ihr wirft die Initiative nämlich vor, einen entsprechenden Ratsbeschluss (Umsetzung höchstmöglicher Lärmschutz) nicht entsprechend umgesetzt zu haben.

Zudem bemängeln die Nienberger die Informationspolitik der Verwaltung: „Auch hat sie nicht unverzüglich nach erfolgtem Planfeststellungsbeschluss den Rat über ihr Scheitern informiert, damit dieser die Möglichkeit gehabt hätte, etwas gegen diesen Beschluss zu unternehmen.“

Dem widersprach Stadtbaurat Robin Denstorff. Er verwies darauf, dass sich die Stadt sehr wohl für höchstmöglichen Lärmschutz eingesetzt habe – und zwar nachdrücklich. Allerdings machte der Dezernent auch deutlich, dass der Baulastträger nicht verpflichtet sei, mehr als die gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen. Bezüglich des Informationsdefizits ließ die Verwaltung wissen, dass betreffender Planfeststellungsbeschluss öffentlich ausgelegen habe.

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