Fazit der 72-Stunden-Aktion in Nienberge
Neue Hügel für Mountain-Biker

Münster-Nienberge -

Es war viel Arbeit, das kann man sehen: Kubikmeterweise wurde Erde im Wald neben dem Spielplatz am Lärmschutzwall bewegt, hohe Berge wurden aufgetürmt. Auf rund 45 mal 70 Metern sollen nun Mountainbiker trainieren können.

Dienstag, 28.05.2019, 18:06 Uhr aktualisiert: 31.05.2019, 17:50 Uhr
Rund 50 Jugendliche beteiligten sich an der diesjährigen 72-Stunden-Aktion und waren sowohl in Häger als auch an verschiedenen Stellen in Nienberge tätig. So entstanden Palettenmöbel und auch ein kleines Kräuterbeet an der Hauswand der Kita St. Sebastian (kl. Foto).
Rund 50 Jugendliche beteiligten sich an der diesjährigen 72-Stunden-Aktion und waren sowohl in Häger als auch an verschiedenen Stellen in Nienberge tätig. So entstanden Palettenmöbel und auch ein kleines Kräuterbeet an der Hauswand der Kita St. Sebastian (kl. Foto). Foto: Claus Röttig

Macher des Parcours zwischen den Bäumen waren die Teilnehmer der 72-Stunden-Aktion der Gemeinde St. Sebastian. Mit Radlader, Minibagger und Muskelkraft gingen die rund 50 Jugendlichen zu Werke. „Wir haben dafür aber nur Material genutzt, das wir im Wald gefunden haben“, verriet Franz Schulte-Walter , einer der Organisatoren. Gleich das ganze Wochenende war für die Erdarbeiten geplant. „Aber wir haben noch einiges mehr in Nienberge gemacht.“

Denn scheinbar war das Anlegen der Hügelstrecke nicht genug für die vielen Jugendlichen, die sich engagieren wollten. „Wir haben erst einmal das Volleyballfeld freigeschnitten“, so der Jugendliche. Dazu seien dann auch noch rund zehn Tonnen neuer Silbersand auf das Feld gebracht worden.

Parallel dazu ging es dann in den Kindergarten St. Sebastian. Dort entstanden Palettenmöbel und auch ein kleines Kräuterbeet an der Hauswand. „Einfach toll, das sich Jugendlichen an so etwas beteiligen“, hieß es einen Tag später aus der Kita.

Auch in Häger waren die Jugendlichen nicht untätig, und es war wieder Muskelkraft gefragt: Gleich vor dem Gemeinschaftsraum wurde eine Fläche gepflastert, und der Bolzplatz bekam einen neuen Ballfangzaun. „Damit die Bälle nicht auf das Gelände der Kita fliegen“, so Schulte-Walter.

Doch die Hauptaufgabe blieb der Mountainbikepark. „Die Idee kam von den Jugendlichen der Gemeinde“, erklärte auch Stephanie Fark stolz. Die Organisatorin freute sich ebenfalls darüber, dass so viele Jugendliche in Nienberge an der Aktion teilnahmen. „Wir wollen sie so früh wie möglich dazu bringen, etwas gemeinsam zu tun und sich für die Gesellschaft einzusetzen.“ Mitstreiter Ruben Lütkenhaus ergänzte: „So können die Kinder auch sehen, dass man selbst große Aufgaben gemeinsam umsetzen und schaffen kann.“

Ganz ohne finanzielle Unterstützung aus Nienberge ging es dann aber auch nicht: Autolackiererei Stiller und Paul Everding übernahmen einen Teil der Kosten, Thomas Pahls die Planung. „Es ist einfach schön, etwas für die Jugend zu tun und so das Engagement zu würdigen“, erklärte Everding. Das sollte eigentlich für jeden normal sein.

Bei einem Gottesdienst und einer Feier konnten dann alle noch einmal das Werk genießen. „Dabei war es doch am Ende ganz einfach: Wir haben nur aus Flachland einige Hügel gemacht“, erläuterte Schulte-Walter.

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