Jederhundrennen im Waltruper Forst
101 Anmeldungen sind Rekord

Münster-Nienberge -

Eigentlich rennen dort Windhunde dem falschen Hasen hinterher. Dieses Mal waren es Pudel, Boxer und zahlreiche andere Rassen, die Spaß am Laufen haben. Es war wieder Zeit für das „Jederhundrennen“ auf der Windhundrennbahn am Waltroper Forst.

Freitag, 31.05.2019, 17:51 Uhr aktualisiert: 04.06.2019, 17:40 Uhr
Beim Jederhundrennen konnten Vierbeiner ihr sportliches Talent zeigen. Im Ziel warteten die Besitzer.
Beim Jederhundrennen konnten Vierbeiner ihr sportliches Talent zeigen. Im Ziel warteten die Besitzer. Foto: sn

„Wir haben heute volles Haus“, sagte der sportliche Leiter Christian Scheper und meinte damit nicht nur die Zweibeiner: „101 Anmeldungen hatten wir, so viele Hunde hatten wir noch nie“, erklärte er. Das sei Rekord beim Jederhundrennen.

Man sollte es kaum glauben, aber am Vatertag standen die Kleinsten im Vordergrund, nämlich die Hunde, die die 80 Meter lange Teil-Rennstrecke abliefen. Sonst laufen auf der Sandbahn die Windhunde auf 480 Metern. „Die Greyhounds schaffen das in 28 Sekunden“, erklärte Franz-Bernhard Ehlert , der zweite Vorsitzende des Windhundrennvereins Münster: „Sie sind die zweitschnellsten Landsäugetiere auf der Welt.“ Das schnellste ist übriges der Gepard.

Ganz schön flott waren aber auch die Vierbeiner am Vatertag, die sonst ganz normale Haustiere sind, aber umso mehr Fans haben, nämlich alle Familienmitglieder, die sie ins Herz geschlossen haben. Manchmal waren sie mit ihren Hundekumpels da. Die einen starteten, die anderen drückten die Pfoten an der Bande.

„Alles ist erlaubt heute“, sagte Ehlert: „Der Spaß steht im Vordergrund.“ Komplizierte Regeln gab es nicht, die einzige Aufgabe für die tierischen Starter war gar nicht schwer: Ins Ziel kommen, das war die Devise. Und dafür liefen Frauchen oder Herrchen vorneweg. Mit Winken, Klatschen oder einem Kuscheltier in der Hand lockten sie ihre Lieblinge auf die Rennbahn. Fast immer stürmten die Fellnasen schnurstracks drauflos und ließen sich kaum ablenken. Motiviert durch Anfeuerungsrufe flitzten sie ins Ziel. Dort gab es zur Belohnung Leckerlis und Streicheleinheiten.

„Wir wollen uns heute mit dem Jederhundrennen präsentieren“, meinte Ehlert. Der Windhundrennverein öffne seine Tore, das Ganze sei deswegen auch ein „Tag der offenen Tür“. Windhunde gab es auch. Sie starteten dieses Mal außer Konkurrenz in Form von Schaulaufen. Vielleicht, so Ehlert, finde ja mancher an dieser Rasse Gefallen und kaufe sich selbst einen Windhund. Dieser Tag auf jeden Fall war für alle ein Riesenvergnügen. Das nächste Jederhundrennen startet am 6. Oktober. Die Windhunde laufen beim „Bundessiegerrennen“ am 15. Juni.

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