Fachmann der Polizei informiert über Schutz vor Einbrüchen
Experte rät: Im Urlaub Anwesenheit vortäuschen

MÜNSTER-NIENBERGE -

Urlaubszeit ist auch Einbruchszeit. Aber gegen die Ganoven lässt sich etwas tun.

Freitag, 14.06.2019, 05:30 Uhr aktualisiert: 14.06.2019, 19:04 Uhr
Polizist Volker Kriens (r.) demonstrierte, wie leicht es manche Einbrecher haben – und wie man es ihnen schwerer macht. Mit im Bild: Rolf-Bernd Lappe vom Verein „Von Mensch zu Mensch in Nienberge“.
Polizist Volker Kriens (r.) demonstrierte, wie leicht es manche Einbrecher haben – und wie man es ihnen schwerer macht. Mit im Bild: Rolf-Bernd Lappe vom Verein „Von Mensch zu Mensch in Nienberge“. Foto: Siegmund Natschke

Man kann schon fast die Uhr danach stellen. „Einbrecher kommen immer zwischen 9 Uhr morgens und 21 Uhr abends“, meinte Kriminalhauptkommissar Volker Kriens . Denn: Sie würden peinlich darauf achten, ihre Opfer nicht anzutreffen. 95 Prozent seien „Spontan- und Gelegenheitstäter“, so der Fachmann von der Polizei am Mittwochabend im St.-Sebastian-Pfarrzentrum.

Eingeladen hatte der Verein „Von Mensch zu Mensch in Nienberge“. Zahlreich waren die Interessierten, die vom Fachberater der Polizei hören wollten, wie sie sich vor Einbrüchen schützen können. Nützen Alarmanlagen? Da antwortete Kriens: „Mechanik verhindert Einbrüche, Elektrik meldet sie.“ Einbruchsicheres Glas sei von Vorteil, aber: „Meistens wird das Fenster ausgehebelt.“ Der Fachmann empfahl darüber hinaus abschließbare Fenstergriffe und sogenannte „Pilzkopfverriegelungen“. Auch eine Überprüfung des eigenen Verhaltens hält Kriens für sinnvoll. So solle etwa trotz Urlaubs immer Anwesenheit vorgetäuscht werden. Dies könne geschehen, indem jemand stellvertretend die Rollläden betätige oder aber das Auto des Nachbarn vor die Tür gestellt werde.

Erhöhtes Risiko

Der Polizist glaubt, dass man sich vor Einbrüchen durch die empfohlenen Maßnahmen sicher schützen kann. Immerhin blieben die Hälfte aller Einbrüche im Versuch stecken, nicht zuletzt wegen sicherheitstechnischer Vorrichtungen. Einbrecher wollten schnell in Häuser und Wohnungen einsteigen: „Und da ist es ihnen egal, ob es Oma Hilde oder jemand anderen trifft.“ Eine gute Sicherung aber bedeute Verzögerung und damit ein erhöhtes Risiko für Täter.

Übrigens: Einbrecher bevorzugten die dunklen Wintermonate für ihre Taten. Da sähen sie aufgrund der beleuchteten Innenräume schneller, ob jemand zu Hause sei. Doch auch für den Sommer empfahl Kriens „geprüfte Technik an Fenster und Türen“.

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