Abschied von Pfarrer Kazimierz Giersz
Einmal im Jahr besucht er seine alte Wirkungsstätte

Münster-Nienberge -

Nach einer Woche in Nienberge kehrt Pfarrer Giersz ins polnische Tuchel zurück. Die Visite anno 2019 ist beendet.

Sonntag, 21.07.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 24.07.2019, 17:46 Uhr
Diakon Reinhard Kemper (l.) und Pfarrer Kazimierz Giersz zelebrierten den Abendgottesdienst in St. Sebastian.
Diakon Reinhard Kemper (l.) und Pfarrer Kazimierz Giersz zelebrierten den Abendgottesdienst in St. Sebastian. Foto: sn

Von oben kam die Begrüßung der Gemeinde, und für Pfarrer Kazimierz Giersz : Organist Bernhard Puschmann ergriff von seiner Orgel aus das Wort in der St.-Sebastian-Kirche. „Wir wollen heute Pfarrer Giersz verabschieden“, meinte er, „ich habe dafür eine ganze Reihe polnischer Lieder ausgesucht“, erläuterte Puschmann am Samstagabend.

Es lag etwas in der Luft, traurig sind einige in der Gemeinde. Die Woche, in der der polnische Pfarrer Giersz zu Besuch war, ist schon wieder um. „Das war zu kurz“, meinte eine Nienbergerin. Andere freuen sich, dass es auch in diesem Jahr geklappt hat, Giersz an seine alte Wirkungsstätte zu holen. Immerhin, hier lebte er von 1996 bis 2005 und war in dieser Zeit auch seelsorgerisch tätig.

Er ging zurück in die polnische Stadt Tuchel, doch jährliche Besuche ließ er sich nicht nehmen. Die Nienberger freuten sich wiederum, wenn sie dem Geistlichen beim Brötchenholen oder auf dem Markt begegneten. Wie ein Lauffeuer verbreitete sich stets, wenn Giersz wieder im Dorf war.

„Ich stelle keine Ansprüche an meine Freunde und Gastgeber“, sagte er mal bescheiden. Ihm reiche es, wenn sich die Leute freuen würden, ihn zu sehen. Keine Frage, auch in diesem Jahr war das wieder der Fall.

Etliche Gemeindemitglieder suchten in dieser Woche die persönliche Begegnung, viele Erinnerungen wurden ausgetauscht. Inzwischen ist Giersz 88, aber sein Verstand ist hellwach. So intensiv die Begegnung, der Abschied stand dann am Samstag doch an. „Andere sind verreist, wir feiern den Gottesdienst“, meinte Diakon Reinhard Kemper vor vollem Gotteshaus. Auch Giersz ergriff noch einmal das Wort: „Möge Gott auf alle gnädig schauen und unseren Glauben stärken“, sagte er und zelebrierte gemeinsam mit Kemper die Heilige Messe. Alle hoffen auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr.

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