30 Jahre „Augustinusplatz“
Fröhliche Feier für einen Findling

MÜNSTER-NIENBERGE -

Seit drei Jahrzehnten verkündet ein Stein den Namen dieses ganz besonderen Platzes. Ein grund zum Feiern? Na klar!

Montag, 19.08.2019, 21:30 Uhr aktualisiert: 21.08.2019, 18:32 Uhr
Auf dem Augustinusplatz trafen sich Mitglieder der St.-Augustinus-Schützen aus Häger, um daran zu erinnern, dass dieser Ort vor 30 Jahren durch den Schriftzug auf einem Findling benannt wurde.
Auf dem Augustinusplatz trafen sich Mitglieder der St.-Augustinus-Schützen aus Häger, um daran zu erinnern, dass dieser Ort vor 30 Jahren durch den Schriftzug auf einem Findling benannt wurde. Foto: hko

Die Geschichte der St.-Augustinus-Schützen in Häger beginnt mit einigen Milchdüppen. Das sind die Gefäße, die auf Hochdeutsch Milchkannen heißen und in denen in früheren Zeiten die frische Milch von den Bauern der Umgebung täglich an einen bestimmten Platz gestellt wurde. Von dort wurden die Kannen abgeholt und zur Molkerei gebracht.

Und was hat das mit den Schützen zu tun? Nicht nur Ludger Häger, der Vorsitzende des Schützenvereins, kennt die Antwort. An der „Milch-Ecke“ – so nannten die Bauern den kleinen Platz an der Weggabelung in unmittelbarer Nähe des heutigen Landgasthofs Schulze Relau – wurde vor 70 Jahren der Verein gegründet.

Auf einem Platz? „Na ja, dort wurde so manche Neuigkeit aus der Nachbarschaft ausgetauscht“, sagt Ludger Häger. Auch die Information, dass sein Vater Hermann Häger 1947 Schützenkönig in Sprakel geworden war. Die Hägeraner orientierten sich damals noch wenig nach Nienberge, sondern eher in die andere Richtung, weil Sprakel einfacher zu erreichen war. Aber einen Schützenverein wollten sie dann auch in Häger haben. „Das können wir auch“, so soll damals an der „Milch-Ecke“ gesagt worden sein. Die Regentschaft von Ludger Häger in Sprakel gab also den Anstoß zur Gründung der Augustiner-Schützen, die zwei Jahre später erfolgte. In diesen Tagen feiert der Verein 70-jähriges Bestehen.

160 Mitglieder

Schützenfeste wurden zunächst auf den Höfen gefeiert, „die komplette Nachbarschaft machte mit“, erinnert sich Ludger Häger. Die Schar der Schützen wuchs kontinuierlich, heute bilden 160 Mitglieder den Verein, der seit 2018 auch Frauen aufnimmt. Gefeiert wird seit vielen Jahren in größerem Rahmen: So findet der Ball in der Festhalle statt.

Zurück zur „Milch-Ecke“: Die gibt es nur noch symbolisch, aber der Verein wollte die besondere Bedeutung des kleinen Platzes für die Augustiner besonders hervorheben und setzte vor 30 Jahren einen Findling auf die Ecke. „Augustinusplatz“ steht darauf.

Das „30-Jährige“ wurde auf dem Hof Schulze Relau gefeiert. Ludger Häger freute sich über die gute Resonanz: „Wir wollen die Erinnerung an die Gründung wachhalten.“

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