Veranstaltung im Wirtshaus zur Post
Drei Nienberger informieren über ihre Lärmschutz-Klage

MÜNSTER-NIENBERGE -

Kommt der „Flüsterasphalt“ per Gerichtsurteil? Diese Hoffnung gibt es. Aber wann wird etwas entschieden?

Freitag, 23.08.2019, 21:30 Uhr aktualisiert: 26.08.2019, 17:50 Uhr
Obwohl der Nienberger Lärmschutzwalls erhöht wird, wollen drei Anwohner aktiven Lärmschutz vor Gericht erstreiten.
Obwohl der Nienberger Lärmschutzwalls erhöht wird, wollen drei Anwohner aktiven Lärmschutz vor Gericht erstreiten. Foto: sn

Gibt es in Nienberge bald noch mehr Lärm von der A 1? Die Enttäuschung war im vergangenen Jahr bei vielen Menschen im Stadtteil groß, als herauskam, dass der Landesbetrieb Straßen NRW für den sechsspurigen Ausbau des Autobahnabschnitts zwischen Münster-Nord und Greven keinen offenporigen und damit lärmmindernden Asphalt verwenden will. Dagegen gehen drei Nienberger gerichtlich vor (wir berichteten). Sie laden jetzt zu einer Informationsveranstaltung ein, um über den Stand des Verfahrens zu berichten.

„Das Klageverfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht ist bereits weit fortgeschritten, mehrfache Versuche des Landes NRW zur Abweisung der Klage konnten wir abwehren“, heißt es von den Klageführern in einem Flugblatt, dass die Nienberger jüngst in ihren Briefkästen fanden.

Weiter steht dort: „Sollte es zu keinem Vergleich in unseren Gesprächen mit dem Land NRW kommen, wird eine Entscheidung in einer Verhandlung vom Bundesverwaltungsgericht getroffen“. Dies sei voraussichtlich Ende 2019 der Fall.

Rechtsweg

Die drei Nienberger, die den Rechtsweg gesucht haben, sind Klaus Becker, Dr. Michael Övermann und Oliver Neukirchen. Sie möchten für den sechsspurigen Ausbau des Autobahnabschnittes aktive Lärmschutzmaßnahmen erstreiten, die der Landesbetrieb Straßen NRW derzeit noch mit Verweis auf die gegenwärtig laufende Erhöhung des Lärmschutzwalles, welche der Verein „Lärmschutz Nienberge“ in Eigenregie durchführt, verweigert.

Die Klageführer möchten bei einem Informationstermin, zu dem sie mit dem Flugblatt einladen, noch einmal die Ziele der Klage darlegen, den Status des Verfahrens erläutern und Auswirkungen eines angestrebten Vergleichs aufzeigen. Außerdem geht es um mögliche finanzielle Unterstützung, die sie für ihr Vorhaben noch benötigen.

Wirtshaus zur Post

Nach dem informativen Teil der Veranstaltung soll es noch eine „offene Diskussion“ und „interessante Gespräche“ geben. Der Info-Abend findet am Donnerstag (29. August) um 19.30 Uhr im Wirtshaus zur Post statt.

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