Jederhundrennen
Schnelligkeit spielt die zweite Rolle

Münster-Nienberge -

Normalerweise ziehen Windhunde auf dem weichen Boden ihre Bahnen und hetzen einem künstlichen Hasen hinterher. Aber wie schnell ist eigentlich ein Mops, wenn es darum geht, 100 Meter zu rennen?

Montag, 07.10.2019, 17:32 Uhr aktualisiert: 09.10.2019, 18:26 Uhr
Fit und Freude dabei: Beim Jederhundrennen stand der Spaß im Vordergrund, zu dem sich rund 90 Besitzer mit ihren Vierbeinern angemeldet hatten.
Fit und Freude dabei: Beim Jederhundrennen stand der Spaß im Vordergrund, zu dem sich rund 90 Besitzer mit ihren Vierbeinern angemeldet hatten. Foto: cro

Solche und ähnliche Fragen stellten sich die Besucher des Jederhundrennens auf der Windhunderennbahn. Der Windhundrennverein Münster bietet seit vielen Jahren die Möglichkeit an, gemeinsam mit dem Vierbeiner mal etwas anderes zu probieren. „Wann hat man schon einmal die Möglichkeit, in einem geschützten Rahmen mit Hund so etwas zu erleben“, meinte der Vorsitzende des Vereins, Frank Neiling , der auch gleichzeitig die Moderation des Rennens übernommen hatte.

Rund 90 Halter hatten ihre Vierbeiner und zum Teil sich selbst zum Rennen gemeldet. Dass dabei die Hunde auf der Rennstrecke die weitaus besseren Zeiten erreichten als die Besitzer, wurde von denen billigend in Kauf genommen. „Ich bin zwar Sportler, aber gegen den Hund habe ich keine Chance“, sagte ein Hundenarr. Aber er würde es trotzdem immer wieder versuchen.

Während so mancher der Vierbeiner es scheinbar kaum erwarten konnte, auf die Bahn zu kommen und in der Startbox lautstark seinen Unmut bekundete, gab es auch die andere Variante: Mancher der Hunde machte kurzerhand mitten auf der Strecke kehrt und rannte zum Start zurück. „Bei dem Rennen geht es ausschließlich um den Spaß an der Sache, es findet keine Wertung statt“, so Neiling. Da dürfe es auch schon einmal passieren, dass ein Hund nicht zum Ziel durchlaufe. „Auch wenn oft die ganze Familie auf der Bahn mitläuft und lockt.“

Zwei Mal im Jahr bieten die Mitglieder des Windhundrennvereins ein solches Rennen an – und immer sind viele Menschen unterwegs. „Es wird in Klassen gestartet“, verriet der Vorsitzende des Vereins. Dabei werden die Tiere nach Gewicht eingeteilt. „Sonst wäre es einfach unfair.“ Auch die klassischen Windhundrassen gehen in einem separaten Rennen auf die Bahn. „Jeder Hund hat eine Aufgabe, nicht jeder ist zum Rennen gemacht.“ Aber dennoch ist Neiling überzeugt: „Ein fitter Hund, der seinen Bedürfnissen entsprechend trainiert ist, hat einfach weniger Probleme wie Arthrose.“ Also sei so ein Rennen sowohl gut für die Tiere als auch für die Besitzer. „Denn die haben eine Menge Spaß.“

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