Lydia-Zentrum
Neuer Investor, neue Hoffnung

Münster-Nienberge -

Diese Frage beschäftigt zahlreiche Nienberger – und nicht nur die aus der evangelischen Kirchengemeinde: Wie geht es weiter mit dem Lydia-Gemeindezentrum und was passiert auf dem der Gemeinde gehörenden Grundstück?

Mittwoch, 09.10.2019, 18:26 Uhr
Die Zukunft des Lydia-Gemeindezentrums steht im Fokus der aktuellen Planungen. Der Abriss gilt als sicher.
Die Zukunft des Lydia-Gemeindezentrums steht im Fokus der aktuellen Planungen. Der Abriss gilt als sicher. Foto: Kay Böckling

Bereits Mitte März des vergangenen Jahres ergab eine Gemeindeversammlung, dass man vor einem Neuanfang stehe – ohne explizit den Begriff „Abriss des Lydia-Zentrums“ zu verwenden. Doch allen war am Ende klar, dass es genau so kommen werde. Nun gibt es Neuigkeiten.

Lange Zeit wurde es still um das Projekt. Zur Erinnerung: Auf Basis einer Erbpachtregelung sollte ein damals wie heute nicht genannter Investor einen neuen Gebäudekomplex konzipieren mit dem Schwerpunkt auf Wohnbebauung. Dort könnte auch die Gemeinde Raum für ihre Angebote bekommen. „Auf Mietbasis“, wie Dr. Oliver Kösters seinerzeit betonte. Vorteil: Abgaben entfielen. Und: Durch die Kooperation mit der katholischen Gemeinde könnte man auch Räume in St. Sebastian nutzen.

Der erste Rückschlag ereilte die Verantwortlichen dann im April dieses Jahres. Zwar hatte – wie dem damaligen Gemeindebrief zu entnehmen – das Landeskirchenamt in Bielefeld die Genehmigung „zur Entwidmung des Lydia-Gemeindezentrums erteilt“. Das große Aber: Der Investor stand plötzlich nicht mehr zur Verfügung. Der im April kolportierte Grund: Er sei sich nicht mehr sicher gewesen. Und das zu einem Zeitpunkt, an dem die Architektur geplant und ein evangelischer Sozialträger als Kooperationspartner gefunden war.

Angeblich gibt es jetzt eine Lösung. Wie dem aktuellen Gemeindebrief zu entnehmen ist, ist es „nach intensiven Gesprächen in den letzten Wochen und Monaten gelungen, einen Erbpachtvertrag für Nienberge auszuhandeln, mit dem alle Beteiligten einverstanden sind“. Mit im Boot: der Investor und der Architekt, die Diakonie als Sozialträgerin, der Kirchenkreis als nächste begleitende Aufsichtsbehörde sowie natürlich die Kirchen-gemeinde.

Bei den Vertragsmodalitäten ist man sich größtenteils einig. Und während das Landeskirchenamt die entsprechenden Vereinbarungen prüft, gibt es nach Auskunft von Pfarrer Kösters weitere Gespräche mit der Stadt: „Für das Vorhaben des Investors ist eine Änderung des Bebauungsplanes erforderlich. Der Planungsausschuss der Stadt Münster muss über das Vorhaben beraten.“

Jetzt heißt es noch einmal abwarten. Sobald die Abstimmungen zu einem Abschluss gekommen sind, soll es kurzfristig in Nienberge die angekündigte Info-Veranstaltung geben.

„Daran beteiligen sich dann der Investor, die Diakonie, der Architekt sowie die Ebene des Kirchenkreises (Superintendent)“, schreibt Kösters im Gemeindebrief.

Während der Veranstaltung werde durch den Investor das Gesamtkonzept vorgestellt. Die Diakonie soll ihre Planungen zum betreuten Wohnen sowie zur geplanten Tagespflege und zur Wohngruppe erläutern. Der Architekt wird schließlich den dann gültigen Stand der architektonischen Planungen erläutern. Ein zeitlicher Rahmen lässt sich aber nicht festmachen.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6990295?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F141%2F
WWU Baskets triumphieren mit 93:87 in Düsseldorf - Jojo Cooper mit 26 Punkten
Basketball: Pro B: WWU Baskets triumphieren mit 93:87 in Düsseldorf - Jojo Cooper mit 26 Punkten
Nachrichten-Ticker