Arbeiten am Rüschhaus beendet
Fenster-Sanierung ist abgeschlossen

Münster-Nienberge -

Die Sanierung der Fenster des Rüschhauses ist abgeschlossen. Von den Kosten in Höhe von 220 000 Euro trägt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz 80 000 Euro.

Donnerstag, 14.11.2019, 18:12 Uhr aktualisiert: 17.11.2019, 17:48 Uhr
Sie konnten zufrieden den Abschluss der Restaurierungsarbeiten verkünden: Architekt Krischan Zora, Barbara Rüschoff-Parzinger, Vorsitzende der Annette-von-Droste-Hülshoff-Stiftung und Sigrid Karliczek, Ortskuratorin der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD).
Sie konnten zufrieden den Abschluss der Restaurierungsarbeiten verkünden: Architekt Krischan Zora, Barbara Rüschoff-Parzinger, Vorsitzende der Annette-von-Droste-Hülshoff-Stiftung und Sigrid Karliczek, Ortskuratorin der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD). Foto: sn

„Das Haus Rüschhaus ist wie der Kölner Dom, es ist nie fertig“, meinte Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger, die Vorsitzende der Annette-von-Droste-Hülshoff-Stiftung, die die Trägerin vom Haus Rüschhaus ist. Das heißt: Kontinuierliche Instandsetzungen sorgen dafür, dass das Baudenkmal so verbleibt wie zu Zeiten Johann Conrad Schlauns, der dieses Wohnhaus der Droste von 1745 bis 1748 erbauen ließ. Neuestes Projekt: die Fenster mussten restauriert werden. Sorgfältige Arbeit war gefragt.

„Die Fenster sind als Einrichtungsgegenstand seit 270 Jahren erhalten geblieben“, sagte Sigrid Karliczek , Ortskuratorin Münster der Deutschen Stiftung Denkmalschutz ( DSD ), die das Vorhaben mit 80 000 Euro unterstützte. Insgesamt kostete die Restauration 210 000 Euro. Allerdings hatte es in all den Jahren einige Arbeiten gegeben. Ganze 15 Farbanstriche zählte Krischan Zora, der als auf historische Restaurationen spezialisierter Architekt die Arbeiten verrichtete. Diese ließ er abtragen, bis das ursprüngliche Holz sichtbar wurde – echte Eiche. Ein neuer Anstrich folgte, es gab aber auch Holznachbesserungen, da wo es nötig war.

Auch Glasarbeiten waren erforderlich. Es handele sich um Zylinderglas, das geschnitten werde, so der Architekt. Alles sei handgemacht. Schadhafte Fenstergläser wurden erneuert, andere erhalten. Insgesamt betrafen die Arbeiten 35 Fenster. „Eins zu Eins“ habe man die Arbeiten nach dem historischen Vorbild ausgeführt.

Ein besonderes Fundstück: In ein Fenster habe Annette von Droste-Hülshoff ein Gedicht von Friedrich Schiller eingeritzt, so Rüschoff-Parzinger. Insgesamt seien die Arbeiten umfangreicher geworden als zunächst angenommen. Ursprünglich seien 170 000 Euro für die Fensterarbeiten veranschlagt worden, nun wurden es besagte 210 000 Euro.

Rüschoff-Parzinger bedankte sich bei der DSD für die Beteiligung an der Finanzierung der Restaurationsmaßnahmen. Sichtbares Zeichen ist eine Bronzeplakette mit dem Schriftzug der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, die Karliczek am Donnerstag Rüschoff-Parzinger überreichte. Auf ihr steht: „Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der GlücksSpirale“. Wenn möglich soll sie am Haus Rüschhaus angebracht werden. Rüschoff-Parzinger zeigte sich stolz: „Das Haus Rüschhaus hat Vorbildcharakter in Deutschland.“

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