20 Jahre „Freie Künstler Nienberge“
Zum Jubiläum nur das Beste

Münster-Nienberge -

Ein rundes Jubiläum feierten die „Freien Künstler Nienberge“: 20 Jahre gibt es die Gruppe schon, sie ist im Stadtteil zur Institution geworden. Wie begeht man so einen runden Geburtstag? Natürlich mit Kunst. Die schönsten Werke der zwölf Aktiven waren im St.-Sebastian-Pfarrheim ausgestellt und stießen auf große Resonanz.

Dienstag, 19.11.2019, 17:38 Uhr aktualisiert: 21.11.2019, 17:24 Uhr
Die „Freien Künstler Nienberge“ feierten ihr 20-jähriges Jubiläum mit ihrer bewährten Jahresausstellung im St.-Sebastian-Pfarrheim.
Die „Freien Künstler Nienberge“ feierten ihr 20-jähriges Jubiläum mit ihrer bewährten Jahresausstellung im St.-Sebastian-Pfarrheim. Foto: sn

Der Anfang der „Freien Künstler“ hatte wiederum mit einem anderen Jubiläum zu tun. 1999 feierte die St.-Sebastian-Gemeinde ihr 500-jähriges Bestehen. Damals sei die Idee aufgekommen, ob die Künstler, die es auch damals schon in Nienberge gab, aufgrund dieses Anlasses nicht eine Ausstellung organisieren könnten, wie Ingeborg Resing , die Sprecherin der Gruppe, berichtet. Es folgten weitere in der Bezirksverwaltung Roxel, dem Finanzamt Hamm und beim internationalen Kunst- und Musikfest in Albachten.

Etabliert hat sich inzwischen die Jahresausstellung der Künstler, die es seit 2010 gab. Seit 2015 findet die Veranstaltung im St.-Sebastian-Pfarrzentrum statt.

„Man inspiriert sich gegenseitig“, sagt Resing. Das sei der Vorteil einer Gruppe: „Der eine hat die Idee, der andere eine weitere.“ So tauschen sich die Künstler gegenseitig aus. Auch Fortbildungen besuchen sie. Jeden Donnerstag treffen sie sich im St.-Sebastian-Pfarrheim, um kreativ zu sein und die Arbeiten zu besprechen.

Die unterschiedlichsten Themen und Materialien zeigten sich auch in den Werken, die bei der Ausstellung zu sehen waren. Anne Eickholt ist etwa bekannt für ihre detailgenauen Tierbilder, auch Ungewohntes kommt zum Einsatz wie Seesand, Kaffeepulver und Marmormehl.

Elisabeth Esser verwendet Acrylfarben: „Es entstehen unvorhersehbare, zufällige Formen, die dann durch weitere Schichtungen und Übermalungen bewusst gestaltet werden.“

„Sehnsucht nach Meer“ drücken die Bilder von Reni Ketteler-Eising aus und sind zugleich ihr Lieblingsmotiv. „Meine neuen Arbeiten sollen den Betrachter zum Träumen anregen“, meint Gabriele Spitthöver, die unendliche Weiten zeigt, unnahbare Galaxien und Sternenflug. Ähnliches ist bei Mechtild Ossege zu sehen. Ihr Lieblingsmotiv sind Sonnenuntergänge. Ihre neuste Technik ist das „Potchen“, also das Übertragen eines Fotos auf Holz.

Ingeborg Resing arbeitet mit Zeichen und Motiven, die nur in Spuren ans Licht kommen und vieles erahnen lassen. Schicht um Schicht wachsen ihre Bilder. Um Text und Malerei geht es auch bei Elisabeth Wiemhöfer., Sie sollen bei ihr eine Symbiose eingehen. Margret Schröder findet die Ideen für ihre Werke in ihrer Umgebung. Gerne porträtiert die etwa Mitglieder ihrer Familie von alten Fotos.

Als Gäste waren dieses Mal dabei: Dennis Balzer, der kleine Steinskulpturen mitgebracht hatte, und Narin Mayer, der Holzobjekte ausstellte. Ricarda Temmen kennen viele noch von ihren Audrey-Hepburn-Porträts. Sie ist schon einige Jahre bei den Ausstellungen der „Freien Künstler“ mit von der Partie. Nicht nur praktisch nähert sie sich der Kunst, sie hat inzwischen ein Studium der Kunstgeschichte ergriffen.

Der Erlös aus dem Verkauf der Weihnachtsartikel und vom Kuchenbüfett während der Ausstellung kommt der musiktherapeutischen Arbeit im integrativen Wohnhaus „Baumberger Hof“ zugute.

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