Heimatblatt ist fertig
Brauchtum und der weiße Bock

Münster-Nienberge -

Thematisch immer wieder mit neuen Schwerpunkten erscheint seit 1986 jährlich im Dezember das Heimatblatt für Nienberge.

Mittwoch, 04.12.2019, 18:04 Uhr aktualisiert: 06.12.2019, 18:10 Uhr
Gisela Vogelsang und Reinhold Klumpe stellten die Neuauflage des Heimatblatts vor, in dem es unter anderem auch um den „weißen Bock (kl. Bild) geht.
Gisela Vogelsang und Reinhold Klumpe stellten die Neuauflage des Heimatblatts vor, in dem es unter anderem auch um den „weißen Bock (kl. Bild) geht. Foto: sun

Die frisch gedruckte 34. Ausgabe präsentieren der Vorsitzende des Heimatvereins Reinhold Klumpe und Schriftführerin Gisela Vogelsang den Mitgliedern am Freitag beim traditionellen Grünkohlessen .

Die vielfältigen Themen über heimatliche Brauchtumspflege und Lokalgeschichte gehen den Autoren nicht aus. Interessant, lebhaft und mit vielen historischen Bildern untermalt, wird unter dem Motto „Freunde kann man sich aussuchen – Verwandte und Nachbarn nicht“ die nachbarliche Brauchtumspflege der seit 50 Jahren bestehenden Osterhoffstraße dargestellt. Und der Leser erfährt, was es mit dem „weißen Bock“ so auf sich hat.

Vielen Ausflüglern bekannt: die Gaststätte Hölt´ne Sluse. Gerd Grahlmann stellt die historisch gewachsenen Fundamente des ländlichen Traditionslokals dar. Er zeigt mit Informationen aus dem Stadtarchiv und einer Urkatasterkarte die Beziehung zwischen dem Namen der Gaststätte und dem Handelsweg auf dem Max-Clemens-Kanal auf.

Eng mit dem heutigen Ausflugslokal verbunden ist der im Juni verstorbene Wirt Franz Renfert. Mit Geschichten und Döhnekes sowie ganz viel persönlichen Informationen gibt sein Neffe Dietmar Renfert-Deitermann Einblicke in die nicht alltägliche Vita seines Onkels, der 1933 als Sohn des Land- und Gastwirts Josef Renfert geboren wurde.

Historisch, wissenschaftlich und im Genre Heimat- und Familienforschung höchst fundiert aufgearbeitet, erörtert Dieter Overhageböck den Aufbau der Karten und Bücher des preußischen Urkatasters der nachnapoleonischen Zeit am Beispiel der ehemaligen Nummer 25 in der Dorfbauerschaft Nienberge, sprich Hof Döbbeler-Overhageböck-Schönig, bis hin zur heutigen Kartierung. Zu den Höhepunkten kirchlichen Lebens zählten die Prozessionen, die auch in Nienberge unter großer Beteiligung der Bevölkerung gefeiert wurden. Was Prozessionsverläufe, der besondere Segen am ehemaligen Pestfriedhof und die jährliche Abgabe eines Huhns an das Pastorat Anfang des 18. Jahrhunderts miteinander verbindet, das liest sich unterhaltsam an historischen Dokumenten belegt im Bericht von Ludger Dahlhaus, den Reinhold Klumpe in Gedenken an ihn, den vor zwei Monaten verstorbenen Ehrenvorsitzenden, neu auflegte.

Zum Thema

Erworben werden kann das Heimatblatt für fünf Euro in der Sparkasse, der Volksbank und bei Ottenjann.

...
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7110527?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F141%2F
Hochsaison für die Königin der Weihnachtsbäume
Ein Tag mit Laura Stegemann: Hochsaison für die Königin der Weihnachtsbäume
Nachrichten-Ticker