Traditionelles Nikolaustreffen
Vereine wollen Zukunft gestalten

Münster-Nienberge -

Eigentlich geht es beim Treffen der Nienberger Vereine vorwiegend um Möglichkeiten der Zusammenarbeit und um die Abstimmung von Terminen. Nun stand ganz aktuell das Stadtteilentwicklungskonzept im Mittelpunkt der Versammlung im Feuerwehrgerätehaus.

Montag, 09.12.2019, 17:40 Uhr aktualisiert: 11.12.2019, 18:02 Uhr
Ein neues Feuerwehrgerätehaus ist notwendig. Davon überzeugten sich Vertreter der Nienberger Vereine bei ihrem Jahrestreffen („Nikolaus-Treffen“) beim Rundgang durch das aktuelle Gebäude.
Ein neues Feuerwehrgerätehaus ist notwendig. Davon überzeugten sich Vertreter der Nienberger Vereine bei ihrem Jahrestreffen („Nikolaus-Treffen“) beim Rundgang durch das aktuelle Gebäude. Foto: hko

Die Vereinsvertreter griffen damit den Appell von Gerd Franke (Stadtplanungsamt) auf, der in der Veranstaltung zur „öffentlichen Projektwerkstatt“ die Nienberger aufgefordert hatte, sich in die weitere Diskussion einzubringen.

Zwei Kernthemen bestimmten das Gespräch: Der Standort für ein neues Feuerwehrgerätehaus und die Verlagerung der Sportstätten und des Schützenplatzes im Zuge der geplanten Wohnbebauung hinter das neue Wohngebiet. Nach den derzeitigen Entwürfen ist eine Verlagerung nicht im Gespräch.

Löschzugführer Thorsten Ullrich von der Freiwilligen Feuerwehr Nienberge nutzte den „Heimvorteil“ des Versammlungsraumes als Chance, den Vertretern der Vereine die Notwendigkeit eines neuen Feuerwehrgerätehauses zu erläutern. In der Versammlung stieß das auf uneingeschränkte Zustimmung.

Das Domizil an der Kurney­straße 21 stammt aus dem Jahr 1949 und wurde zwei Mal erweitert. Es entspräche aber längst nicht mehr den gestiegenen technischen und räumlichen Anforderungen an die Aufgaben der Feuerwehr , betonte der Löschzugführer. Einen Neubau wird es auf jeden Fall geben, und der geplante Standort (der Vögedingplatz) wird nicht nur von der Feuerwehr favorisiert, was bei dem Treffen deutlich wurde.

Für die Feuerwehr sei der Platz der „beste zentrale Standort in Nienberge“, betonte Thorsten Ullrich. Dabei werde berücksichtigt, dass die Feuerwehrleute bei einem Einsatz zunächst das Gerätehaus möglichst problemlos erreichen müssten, bevor sie dann – ebenso schnell – mit den Einsatzfahrzeugen ausrücken könnten.

Kritisiert wurde bei der Versammlung der Vereinsvertreter der Plan, das Sportgelände einschließlich der sanierungsbedürftigen Halle und des „Schützengeländes“ am aktuellen Standort zu erhalten und die Wohnbebauung daran anzuschließen. Von einer Siedlungszersplitterung war die Rede.

Manfred Wilhelmer, zweiter Vorsitzender des Sportvereins SCN und Koordinator des Treffens der Nienberger Vereine, hob noch einmal hervor, dass das neue und das bestehende Wohngebiet zusammenwachsen sollten. Das sei aber nur möglich, wenn das Sportgelände verlagert werde. Er appellierte an die Vereinsvertreter, diesen Ansatz gegenüber Verwaltung und Politik deutlich zu machen.

Ein weiteres zentrales Thema, das auch in der „Projektwerkstatt“ für reichlich Diskussion sorgte, brachte Reinhold Klumpe in die Versammlung ein. Er hält zwei Grundschulen in Nienberge für notwendig. Der prognostizierte Zuwachs der Bevölkerung (und damit auch mehr Kinder im Grundschulalter) erfordere den Neubau einer Grundschule im neuen Wohngebiet.

Das dürfe aber nicht dazu führen, die jetzige Schule im Zentrum aufzulösen und eine „überdimensionierte“ – nämlich mindestens sechszügige – Grundschule zu bauen. „Das wäre Blödsinn,“ meinte der pensionierte ehemalige Konrektor der Grundschule Nienberge und spätere Schulleiter der Grundschule Roxel.

„Wir müssen uns jetzt dazu äußern, wie die vielen Vorschläge in Politik umgesetzt werden können,“ betonte der Vorsitzende der Nienberger CDU, Meik Bruns. Er forderte die Vereinsvertreter ausdrücklich auf, die Ideen in die Vereine zu tragen und darüber zu diskutieren. Bruns: „Hier ist Bürgerbeteiligung gefragt.“

Bei der Versammlung ging es dann auch noch um die Stärkung der Zusammenarbeit der Nienberger Vereine. Die Tendenz, sich noch besser abzustimmen, sei erfreulich, außerdem gebe es Ansätze, Veranstaltungen gemeinsam durchzuführen. Als Beispiel wurde der gemeinsame Maigang der Aloysius- und der Augustiner-Schützen genannt.

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