Laienspielschar des Männerchors „Cäcilia“ Nienberge
Probenarbeit nimmt Fahrt auf

Münster-Nienberge -

Die Akteure des Nienberger Mundarttheaters haben reichlich zu tun: Am 28. Februar kommt das neue Stück auf die Bühne. Bis dahin gilt es, fleißig zu proben.

Sonntag, 15.12.2019, 23:00 Uhr aktualisiert: 16.12.2019, 17:54 Uhr
Pauken den Text des neuen plattdeutschen Stücks der Laienspielschar des Nienberger Männerchors Cäcilia (v.l.): Tanja Antepohl, Reinhard Menke, Mirja Schäfer, Ingeborg Hagenbach, Ludger Außendorf und Marit Klein.
Pauken den Text des neuen plattdeutschen Stücks der Laienspielschar des Nienberger Männerchors Cäcilia (v.l.): Tanja Antepohl, Reinhard Menke, Mirja Schäfer, Ingeborg Hagenbach, Ludger Außendorf und Marit Klein. Foto: sn

„Wir machen keine Pause“, sagt Tanja Antepohl, die im neuen Stück „Dumtüüg to tweet“ der gemischten Laienspielschar des Männerchors „Cäcilia“ Nienberge den „Kaminfegerliärling“ spielt. Geprobt wird jede Woche, auch in den Weihnachtsferien. Selbst unter dem Tannenbaum wolle sie ihren Text lernen. Im neuen Jahr solle dann ohne Buch geprobt werden, sagt Reinhard Menke , Leiter der Laienspielschar.

Die Premiere des Stücks steigt am 28. Februar 2020 im „Wirtshaus zur Post“ (Beginn: 19.30 Uhr). Die Zuschauer erwartet eine turbulente Handlung. Der reiche Fabrikant Ottmar Schulz (Reinhard Menke) und der rüstige Rentner Oskar Schulz scheinen nicht viel gemeinsam zu haben, bis auf den gemeinsamen Nachnamen. Doch dann verschlägt es sie durch widrige Umstände in das selbe Krankenzimmer.

Verwechslungen sind garantiert, etliche Lacher ebenso. „Viele Gags kommen jetzt noch in den Text hinzu“, kündigt Menke an. Denn: Wenn der Text erst sitze, dann werde man auch sicherer und könne improvisieren, erklärt Darstellerin Ingeborg Hagenbach. „Man weiß, wo das Publikum hinwill“, sagt Kollege Ludger Außendorf. Und welche Pointe funktioniert.

Zum ersten Mal in einer Erwachsenen-Rolle dabei ist die 17-jährige Marit Klein. Sie ist übrigens die einzige, die auf der Bühne hochdeutsch spricht. 2014 habe sie schon eine Kinder-Rolle gehabt, nun spielt sie die Lernschwester im Stück. „Wir finden die Handlung selbst lustig“, sagt sie, „da ist es als Schauspieler manchmal schwierig, ernst zu bleiben.“ Lachen, das wird aber bei dieser Situationskomödie wohl auf jeden Fall das Publikum. Dafür legen sich die Darsteller mächtig ins Zeug.

Auch Ingeborg Hagenbach, die seit 35 Jahren bei der gemischten Laienspielschar mit dabei ist. „Man hat jedes Mal noch Lampenfieber“, sagt sie. Aber ohne ginge es auch nicht: „Dann funktioniert es nicht.“ Sie spielt die Schwester des reichen Fabrikanten Schulz. „Sobald man die Bühnentür aufmacht, ist man jemand anders“, sagt sie. Aber: „Nach Jahrzehnten weiß man, wer für welche Rolle am besten geeignet ist“, meint Laienspielschar-Leiter Menke. Jeder Darsteller präge seine Rolle und verändere sie auch, wenn es notwendig sei: „Wenn es nicht passt, wird es passend gemacht“, sagt Hagenbach.

Wie immer gibt es auch viele, die im Hintergrund tätig sind. Die Soffleusen Marlies Menke und Petra Huesmann etwa sorgen dafür, dass es keine Textlücken gibt. Die Maske besorgt Simone Riemann. Das Technikteam ist groß, die Aufgaben werden spontan verteilt: „Bühnenbau, Stühlerücken, alles was anfällt“, zählt Norbert Schilling auf, der seit drei Jahren bei der Theatertruppe ist. Auch für die Aktiven im Hintergrund beginnt jetzt die „heiße Phase“. Am 28. Februar sind dann die Proben Vergangenheit, und die Vorhänge öffnen sich für die Premiere. Es sind noch Karten erhältlich, und zwar beim Wollladen Keller (Altenberger Straße 6, ✆ 02533 / 93 49 54) und bei Dieter Leusing ( ✆ 0 25 33 / 25 43, ab 18 Uhr).

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Die Aufführungstermine und weitere Infos zum neuen Stück der Laienspielschar gibt es unter www.theater-nienberge.de

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