Bescherung in Flüchtlingsunterkunft
Viele strahlende Kinderaugen

Münster-Nienberge -

Strahlende Kinderaugen sind garantiert, wenn Geschenke ausgepackt werden. Nicht immer kann man bis zum Weihnachtsfest warten.

Mittwoch, 18.12.2019, 18:00 Uhr aktualisiert: 20.12.2019, 17:26 Uhr
Vorweihnachtliche Bescherung: Mitarbeiterinnen aus ehrenamtlichen Organisationen in Nienberge überreichten den Kindern aus Flüchtlingsfamilien Weihnachtsgeschenke. Darüber freuen sich auch Julia Kuzmin und Elisabeth Solisch (2.u.3.v.r.) von der Caritas.
Vorweihnachtliche Bescherung: Mitarbeiterinnen aus ehrenamtlichen Organisationen in Nienberge überreichten den Kindern aus Flüchtlingsfamilien Weihnachtsgeschenke. Darüber freuen sich auch Julia Kuzmin und Elisabeth Solisch (2.u.3.v.r.) von der Caritas. Foto: hko

So gab es die Überraschung in der Flüchtlingsunterkunft in Nienberge bereits in dieser Woche. Ehrenamtliche Mitarbeiterinnen der katholischen Frauengemeinschaft (kfd) und des Vereins „Von Mensch zu Mensch in Nienberge“ brachten den 18 Kindern aus den zehn Familien, die dort wohnen, Spielzeug und Tüten mit Süßigkeiten.

Für die Nienbergerinnen, die sich in den Organisationen engagieren, war das ein besonders schöner Termin. Die Geschenke wurden aus Geldspenden finanziert, auch Caritas und Sozialbüro waren beteiligt. Alles wurde selbst gekauft, liebevoll verpackt und in einem Gemeinschaftsraum aufgebaut. Die Jungen und Mädchen sangen Weihnachtslieder, dann wurden die Geschenke verteilt – und auch ausgepackt.

„Vorweihnachtliche Bescherung“ nennt Julia Kuzmin die gemeinsame Aktion. Die junge Frau leitet die Flüchtlingseinrichtung in Trägerschaft der Caritas seit 2018 und wird dabei unterstützt von Elisabeth Solisch, die für die sozialpädagogische Betreuung zuständig ist.

Die Leiterin ist zugleich Ehrenamts-Koordinatorin und freut sich über das insgesamt große ehrenamtliche Engagement in Nienberge. Durch die Begleitung der Flüchtlingsfamilien hätten sich freundschaftliche Beziehungen entwickelt, sagt Julia Kuzmin. Auch einige Flüchtlinge seien inzwischen in ehrenamtliche Aufgaben eingebunden und „wollen dadurch etwas von der Hilfe zurückgeben, die sie erhalten“.

Seit 2015 gibt es die Flüchtlingseinrichtung in Nienberge. Zweimal wöchentlich bietet die Caritas eine offenen Sprechstunde an. Es geht um organisatorische Hilfe, zum Beispiel beim Ausfüllen von Formularen, um Fragen zur Kita und zur Schule.

Vor allem die Kinder seien im Wohngebiet und auch im Stadtteil gut integriert, betont die Leiterin. Auch Nachbarskinder kämen gern, um gemeinsam mit den Jungen und Mädchen aus Afghanistan, Georgien, Syrien, dem Iran und dem Kosovo zu spielen. Dabei gebe es überhaupt keine Berührungsängste.

Wird eigentlich auch in den Flüchtlingsfamilien Weihnachten gefeiert? Julia Kuzmin („Hier kommen ganz unterschiedliche Kulturkreise zusammen.“) weiß von einigen Familien, dass sie das Fest in christlicher Tradition feiern. Weihnachten sei aber schon für alle etwas Besonderes.

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