Ökumenischer Neujahrsempfang
Lydia-Abriss steht im Blickpunkt

Münster-Nienberge -

An der Stelle des Lydia-Gemeindezentrums entsteht ein Wohn- und Pflegeareal der Diakonie – Gemeinderäume inklusive. Das war natürlich das Thema Nummer eins beim ökumenischen Neujahrsempfang, zu dem beide Nienberger Gemeinden eingeladen hatten.

Montag, 13.01.2020, 18:04 Uhr aktualisiert: 14.01.2020, 12:52 Uhr
Der ökumenische Neujahrsempfang fand dieses Mal im Lydia-Gemeindezentrum statt (kl. Foto). Dort begrüßten (v.l.) Diakon Reinhard Kemper, Presbyter Heinz-Bernd Lepping, Presbyterin Christina Meyer, Vikarin Hanne Lamparter, Pfarrer Daniel Zele, Josef Croonenbroeck vom Gemeindeausschuss St. Sebastian und Pfarrer Oliver Kösters die Gäste.
Der ökumenische Neujahrsempfang fand dieses Mal im Lydia-Gemeindezentrum statt (kl. Foto). Dort begrüßten (v.l.) Diakon Reinhard Kemper, Presbyter Heinz-Bernd Lepping, Presbyterin Christina Meyer, Vikarin Hanne Lamparter, Pfarrer Daniel Zele, Josef Croonenbroeck vom Gemeindeausschuss St. Sebastian und Pfarrer Oliver Kösters die Gäste. Foto: Siegmund Natschke

„Ich bin heute ziemlich entspannt“, bekannte Oliver Kösters , Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Nienberge-Havixbeck, beim ökumenischen Neujahrsempfang . „Das Thema Nummer eins hat sich im guten Sinne erledigt“, sagte er, und jeder wusste, was er meinte. An der Stelle des Lydia-Gemeindezentrums entsteht ein Wohn- und Pflegeareal der Diakonie – Gemeinderäume inklusive. Aber so wie das mit einem Dauerthema so ist: Es dauert an.

Zum ersten Mal fand der ökumenische Neujahrsempfang nicht im katholischen St.-Sebastian-Pfarrzentrum statt, sondern im Lydia-Gemeindezentrum, das schon so viele Diskussionen um seine Zukunft erlebt hat. Kösters ist sich dessen durchaus bewusst: „Alle, die unter dem Abriss leiden, sind in meinen Gedanken und Gebeten.“

Im November 2019 sei zunächst der Erbpachtvertrag abgeschlossen worden. „Wir waren alle nur noch erschöpft“, so Kösters. Eineinhalb Wochen später gab es die Info-Veranstaltung, bei der der Gemeinde die konkreten Baupläne vorgestellt wurden. „Ich bin unendlich dankbar, dass diese Präsentation so positiv aufgenommen worden ist“, sagte der evangelische Pfarrer. Auch diejenigen, die dem Abriss kritisch gegenübergestanden seien, hätten gesagt: „Wir sind auf einem guten Weg.“

Dann kam beim Neujahrsempfang die Überraschung: „In diesem Jahr passiert nichts“, sagte Kösters. Das bedeutet: Kein Abriss des Lydia-Gemeindezentrums im Jahr 2020. Er sei „schockiert“ über die Bürokratie in Deutschland, bekannte Kösters. Denn die Bearbeitung der notwendigen Bebauungsplanänderungen würde voraussichtlich ein Jahr in Anspruch nehmen. Das bedeutet: Der Investor, die „Paulushof GmbH“, plane den Abriss nun für 2021. Der Bau selbst würde dann auch noch einmal eineinhalb Jahre dauern.

Der Bau und die Zeit danach mache wiederum einen „Nutzungsvertrag“ zwischen der katholischen und evangelischen Gemeinde notwendig. Die Protestanten werden voraussichtlich in Zukunft das St.-Sebastian-Pfarrzentrum und auch die St.-Sebastian-Kirche mitnutzen können.

Noch ist ein solcher Vertrag aber nicht geschlossen worden. Die seit Jahren grundlegend formulierte „ökumenische Vereinbarung“ zwischen den beiden Gemeinden sei aber Ende vergangenen Jahres überarbeitet worden. „Wir leben die Ökumene in Nienberge“, sagte Kösters.

Auch der katholische Pfarrer Daniel Zele ergriff das Wort. „Als ich das letzte Mal hier stand, habe ich nicht gewusst, dass ich mal die Leitung der Pfarrei übernehme“, meinte er in Bezug auf den Weggang von Pfarrer Hans-Werner Dierkes. Bekanntlich ist Zele der Pfarrverwalter, bis Pfarrer André Sühling am Sonntag (19. Januar) offiziell in sein Am eingeführt wird. „Wir haben das zusammen gut gemeistert“, meinte Zele an die Gemeinde gerichtet.

Josef Croonenbroeck vom Nienberger Gemeindeausschuss dankte zahlreichen Mitarbeitern. So etwa Uschi Knievel für ihren jahrzehntelangen ehrenamtlichen Einsatz an ganz verschiedenen Stellen innerhalb der Gemeinde. Jüngst gab sie die Leitung des ökumenischen Seniorenkreises ab, doch sicher wird sie weiter in Nienberge aktiv bleiben.

Ein großes Jubiläum gab es im Herbst vergangenen Jahres, das Croonenbroeck noch einmal hervorhob. Seit 25 Jahren ist nämlich Diakon Reinhard Kemper in der St.-Sebastian-Gemeinde beschäftigt und dort nicht mehr wegzudenken. Lob gab es ebenso für die Organisten Dr. Bernhard Hagelstange und Charlie Prinz, die immer wieder an der Nienberger Orgel aushalfen. Für Musik beim Neujahrsempfang sorgten Waltraud Sander (Piano) und Christina Meyer (Trompete).

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