Mitreißender Tanzabend mit der Big Band „Swingin‘ Affair“
„Lindy Hop“ im Kulturforum

Münster-Nienberge -

Wer begeistert tanzen wollte, der kam beim swingenden Konzertabend in Nienberge voll auf seine Kosten. 20 Musiker spielten den Swing-Freunden auf.

Sonntag, 09.02.2020, 18:26 Uhr aktualisiert: 10.02.2020, 18:22 Uhr
Die Big Band „Swingin´ Affair“ ließ im Kulturforum Nienberge die Swing-Ära aufleben.
Die Big Band „Swingin´ Affair“ ließ im Kulturforum Nienberge die Swing-Ära aufleben. Foto: hko

„Lindy Hop“? Keine Ahnung? Muss man auch nicht unbedingt kennen. In Münster und in vielen anderen Städten gibt es dafür aber eine Szene. Die wächst ständig und trifft sich in Kursen und Workshops. Oder auf speziellen Tanzveranstaltungen. Zum Beispiel am Samstag in Nienberge.

Volles Haus: Das Kulturforum als swingende Tanzfläche. Und die kleine Gruppe der Gäste, die den „Lindy Hop“-Tanz nicht kannte und eigentlich nur wegen der Big Band zu der Veranstaltung gekommen war, fühlte sich schnell als Zuhörer und als Zuschauer eingebunden.

Kurze Erläuterung: „Lindy Hop“ gehört zu einer Familie von Tänzen, die als Swing bezeichnet werden. Entstanden ist Swing Ende der 1920er-Jahre in den USA, die Blütezeit war in der 1930er- und 1940er-Jahren. „Lindy Hop“ kam in den 1940ern dazu. Swing ist aber auch eine Musikrichtung des Jazz, die von Big Bands gespielt wird. Und dazu wird „Lindy Hop“ getanzt.

Damit zurück nach Nienberge: „Swingin‘ Affair“ heißt die 20-köpfige Big Band, die mit einem mitreißenden Swing-Programm unterwegs ist und die am Samstag das tanzende und nicht tanzende Publikum im Kulturforum in Schwung brachte. Wer sich ein bisschen für Swing interessiert, der denkt zum Beispiel sofort an Duke Ellington, Benny Goodman und Lionel Hampton mit ihren weltweit erfolgreichen Orchestern. Deren Kompositionen gehörten selbstverständlich zum Programm, ebenso die Arrangements vieler Weggefährten. „Mit den bestens harmonierenden Stimmen von Rosa Latour und Christiane Brambrink gelingt es der Big Band, den Geist und die Lebensfreude der Swing-Ära wieder lebendig werden zu lassen,“ verkündete das Programm. Das war gelang dann auch voll.

Noch einmal zum „Lindy Hop“: 1500 Mitglieder sind bei Facebook in Sachen „Lindy Hop“ vernetzt, es gibt Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene, bei der Volkshochschule Münster wird ein „Lindy Hop“-Tanz-Work­shop in der Rubrik Gesundheit angeboten. „Wenn die ersten Schritte getan sind, dann wird daraus auch ein Lebensgefühl, so beschreiben einige Hobby-Tänzer ihre Erfahrungen.

Gibt es eigentlich einen Vergleich mit anderen Tänzen? Jive eventuell. Carsten Richard, der seit zehn Jahren „Lindy Hop“ tanzt und am Samstag auch in Nienberge dabei war, formuliert das so: „Jive ist die gezähmte Form von Lindy Hop.“

Übrigens: Der „Tanz des Jahres 2020“ ist Swing. Das teilte eine Tanzschule in Münster gerade ihren Kursusteilnehmern mit. Der Weg zum „Lindy Hop“ ist dann nicht weit.

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