Versammlung der Landwirte
Schulze Bockeloh auf „Wahlkampftour“

Münster-Nienberge -

Besuch von der Kreisverbands-Chefin gab es bei den Nienberger Landwirten – und das nicht ohne Grund: Susanne Schulze Bockeloh möchte Präsidentin des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband werden.

Sonntag, 09.02.2020, 18:48 Uhr aktualisiert: 10.02.2020, 18:22 Uhr
Der landwirtschaftliche Ortsverband lud zur Winterversammlung ein (v.l.): Engelbert van Bevern (Ortslandwirt), Susanne Schulze Bockeloh (Kreisverbandsvorsitzende), Sonja Friedemann (Kreisgeschäftsführerin) und Wilhelm Hüntrup (Ortsverbandsvorsitzender) tauschten sich mit den Mitgliedern aus.
Der landwirtschaftliche Ortsverband lud zur Winterversammlung ein (v.l.): Engelbert van Bevern (Ortslandwirt), Susanne Schulze Bockeloh (Kreisverbandsvorsitzende), Sonja Friedemann (Kreisgeschäftsführerin) und Wilhelm Hüntrup (Ortsverbandsvorsitzender) tauschten sich mit den Mitgliedern aus. Foto: sn

„Es ist eine aufreibende Zeit“, meinte Susanne Schulze Bockeloh, Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbands Münster. Die Winterversammlung des Ortsverbands Nienberge ist für sie „Routine“, doch eine ganz neue Aufgabe hat sie sich für die Zukunft vorgenommen: Sie kandidiert für das Präsidenten-Amt des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes . Es war kein typischer Wahlkampfauftritt in Nienberge – mit Inhalten punktete die Kreisverbandsvorsitzende.

Ein starker Ortsverband sind die Nienberger. 130 Mitglieder gebe es derzeit, sagte der Vorsitzende Wilhelm Hüntrup in der Tenne des Landgasthofs Schulze-Relau. Zum Ortsverband gehören nicht nur Nienberge und Häger, sondern auch Gievenbeck und der nördliche Teil des Stadtgebiets.

Schulze Bockeloh ist hier an jedem Jahresanfang zu Gast, so wie in den anderen Stadtteilen auch. Nienberge war die letzte Winterversammlung in diesem Jahr.

Gleichzeitig stellt sie sich aufgrund ihrer Ambitionen derzeit auch überregional vor: „Da sieht man, wie groß Westfalen-Lippe ist.“ Mit Hubertus Beringmeier aus Hövelhof-Espeln und Joachim Pehle aus Erwitte gibt es zwei weitere Kandidaten für das Präsidenten-Amt. Am 17. Februar (Montag) entscheidet eine Delegiertenwahl. Susanne Schulze Bockeloh glaubt: „Es wird eine Stichwahl geben.“

In Zukunft werde es nicht leichter werden für die Landwirte, sagte Schulze Bockeloh. Dauerthemen sind Umwelt- und Tierschutz, bei denen sie auf Kooperation setzt. Gemeinsam gelte es, nach Lösungen zu suchen. „Der Dialog ist unverzichtbar, wenn es etwa darum geht, gemeinsam dem Insektensterben entgegenzuwirken und die Tierhaltung fortzuentwickeln“, betonte die Kreisverbandsvorsitzende.

„Lassen sie uns ganz ungeniert über Geld reden“, meinte Kreisgeschäftsführerin Sonja Friedemann. Sie kam auf die Grundsteuerproblematik zu sprechen. Nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes ist die derzeitige Besteuerung von Grundstücken verfassungswidrig.

Bei landwirtschaftlich genutzten Grundstücken sieht es etwas anders aus: Land- und forstwirtschaftliches Vermögen wird separat von Wohnflächen gesehen, die wiederum vom Urteil betroffen sind. Der landwirtschaftliche Kreisverband möchte eine möglichst geringe finanzielle Belastung der Landwirte erreichen.

„Münsters Bauern präsentieren sich in einem lebendigen Verband“, konstatierte Susanne Schulze Bockeloh. Und es gelte, mit einer „einheitlichen Stimme“ zu sprechen. Dann gebe es trotz aller Schwierigkeiten, so meinte sie, auch in Zukunft sicherlich „Chancen“ für die Landwirtschaft.

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