Material wird langsam knapp
Mundschutz aus der Schneiderei

Münster-Nienberge -

Mundschutz gegen Corona ist in diesen Tagen ein Top-Thema und nicht nur in, sondern vor allem vor aller Munde. Das Material zur Herstellung der Masken wird knapp. Das musste auch Mohammad Darkalt feststellen. In seiner Änderungsschneiderei in Nienberge näht er bereits seit Wochen Mundschutz aus Baumwolle.

Donnerstag, 02.04.2020, 17:26 Uhr
Mundschutz aus der Änderungsschneiderei: Mohammad Darkalt hat in der nächsten Woche wieder Material zur Herstellung von Gesichtsmasken.
Mundschutz aus der Änderungsschneiderei: Mohammad Darkalt hat in der nächsten Woche wieder Material zur Herstellung von Gesichtsmasken. Foto: hko

 

„Leider gibt es im Augenblick keine Baumwolle und auch kein Gummi zur Befestigung, um den Mundschutz herzustellen“, sagt der Klein-Unternehmer. Er habe allerdings „viel telefoniert“ und ist zuversichtlich, dass er die begehrten Gesichtsmasken in der kommenden Woche wieder nähen kann. Eine feste Zusage für weiteres Material gibt es inzwischen.

Mohammad Darkalt kam im November 2015 mit seiner Frau und drei Kindern aus Syrien nach Deutschland. Er wollte so schnell wie möglich die deutsche Sprache lernen und arbeiten. Beides ist gelungen.

Nach vielen Sprachkursen und einigen Jobs machte sich der gelernte Textildesigner, der in Aleppo eine eigene Firma hatte, in Nienberge selbstständig und hat sich schnell einen Kundenkreis geschaffen. Den Mundschutz will er auf jeden Fall zu einem fairen Preis anbieten, wie er sagt.

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