Sperrungen auf dem Lärmschutzwall: Holzernte beginnt am 20. April
Ab Montag fallen Pappeln

Münster-Nienberge -

Direkt nach dem Wochenende, ab Montag (20. April), beginnen Fällarbeiten auf dem Nienberge Lärmschutzwall zwischen der Altenberger Straße und der Autobahnausfahrt Nord, so der Landesbetrieb Wald und Holz NRW. Gesperrte Bereiche dürfen dann, zur eigenen Sicherheit, nicht betreten.

Freitag, 17.04.2020, 21:43 Uhr aktualisiert: 17.04.2020, 22:00 Uhr
Jörn Stanke (l.) vom Landesbetrieb Wald und Holz NRW, zuständiger Förster von Münsters Privatwäldern, und der erste Vorsitzende des Vereins Nienberger Lärmschutz, Gerd Szymanski
Jörn Stanke (l.) vom Landesbetrieb Wald und Holz NRW, zuständiger Förster von Münsters Privatwäldern, und der erste Vorsitzende des Vereins Nienberger Lärmschutz, Gerd Szymanski Foto: Wald und Holz NRW

Am Nienberger Lärmschutzwall werden Bäume gefällt. Los geht es direkt nach dem Wochenende ab Montag (20. April). „Es wird für einige Tage Holzernte-Maßnahmen am und auf dem Nienberger Lärmschutzwall zwischen der Altenberger Straße und der Autobahnausfahrt Nord geben“, erklärt Jörn Stanke vom Landesbetrieb Wald und Holz NRW , der zuständige Förster für Münsters Privatwälder. „Gesperrte Bereiche dürfen dann, zur eigenen Sicherheit nicht betreten werden. Dies schränkt natürlich die Naherholung ein, die zwar derzeit besonders wichtig ist, aber es lässt sich nicht ändern“, denn es handele sich dabei um eine Verkehrssicherungsmaßnahme, heißt es in der Pressemitteilung des Landesbetriebs Wald und Holz NRW.

Ebenfalls notwendige und bereits geplante Durchforstungen würden zwar auch aufgrund des gesättigten Holzmarktes verschoben, „aber die Verkehrssicherung muss jetzt sein“, so Jörn Stanke weiter.

Der erste Vorsitzende des Vereins Nienberger Lärmschutz, Gerd Szymanski , erklärt. der zuständige Waldbesitzer, der Verein Lärmschutz Nienberge, sei vom Landesbetrieb Straßen NRW angeschrieben worden, dass die Pappeln entfernt werden müssten, da sie bei Sturm oder Bruch bis auf die angrenzende Autobahn fallen könnten. Die Bäume hätten einen recht hohen H/D-Wert (Höhe zu Durchmesser), erläutert Förster Jörn Stanke. „Dieser Wert gilt als forstlicher Indikator für die Standfestigkeit eines Baumes. Mit anderen Worten: Sie sind recht lang und dabei recht dünn.“ „Hinzu kommt, dass es wichtig ist, einen optimalen Lärmschutz langfristig zu erhalten“, wird Gerd Szymanski in der Pressemitteilung zitiert. Dazu seien sowohl Pflegemaßnahmen im Wald, als auch die Verjüngung älterer Bestände wichtig. Szymanski: „Die Pappeln haben ihre Aufgabe bisher gut erfüllt. Der Wall sollte damals schnell begrünt werden mit einer wüchsigen Baumart, um den Lärmschutz schnell zu erreichen. Werden die Pflanzen jedoch zu groß, ist nur noch das Kronendach dicht, und der Schall kann im Stammbereich ungehindert hindurch.“

Es kann bei den Maßnahmen kurzfristig zu Einschränkungen auf den Wegen des Walles kommen. Auch der Nienberger Lärmschutzverein bitte um Verständnis und Rücksichtnahme.

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