SC Nienberge: Entscheidung über Reparaturen steht noch aus
Sporthalle mit mehreren Baustellen

Münster-Nienberge -

Sanitäranlagen und Heizungskessel sind „Baustellen“ der Sporthalle des SC Nienberge. Wie es weitergehen kann, wird sich wohl in der letzten Sportausschuss-Sitzung vor der Kommunalwahl entscheiden.

Dienstag, 28.07.2020, 19:46 Uhr aktualisiert: 28.07.2020, 20:00 Uhr
Wie es mit der Sporthalle des SC Nienberge weitergeht, wird voraussichtlich im August, in der letzten Sitzung des Sportausschusses vor der Kommunalwahl,
Wie es mit der Sporthalle des SC Nienberge weitergeht, wird voraussichtlich im August, in der letzten Sitzung des Sportausschusses vor der Kommunalwahl, Foto: Kay Böckling

Es ist alles andere als rosig bestellt um die Sporthalle des SC Nienberge. Die Sorgenkinder sind zum einen die Sanitäranlagen und zum anderen der Heizungskessel. Nach Angaben des stellvertretenden Vorsitzenden des SC Nienberge, Manfred Wilhelmer, stammen die Anlagen aus dem Jahr 1986 und genügen schon längst nicht mehr den Ansprüchen. Bei einem Ortstermin mit der CDU stellte er sogar fest, dass man bei eventuellen Schäden sogar den Sportbetrieb einstellen müsste.

Die ersten positiven Signale einer Unterstützung kamen jüngst zwar von der Bezirksvertretung (BV) Münster-West, die die Sanierungsmaßnahmen als dringend notwendig erachtete und den SC Nienberge in die Prioritätenliste der kommunalen Sportförderung aufnahm, ohne dabei allerdings eine konkrete Summe der Kosten zu benennen.

Die BV hatte aber lediglich die Möglichkeit, diese geänderte und um den SC Nienberge ergänzte Liste dem Sportausschuss zu empfehlen. Und der hatte nach Auskunft des sportpolitischen Sprechers der SPD, Philipp Hagemann , noch Beratungsbedarf. „Es ging darum, ob das wirklich notwendige Maßnahmen sind, und wie die Standortfrage endgültig bewertet wird“, fasste Hagemann das Diskussionsfazit im Sportausschuss zusammen. Ergo werde man wohl erst im August zu einer endgültigen Entscheidung kommen.

Bereits in der jüngsten BV-Sitzung hatte es zunächst eine ähnliche Diskussion gegeben. Anlass war ein Antrag der CDU zur Situation in der Mehrzweckhalle und damit einhergehend der aus Sicht der Christdemokraten notwendigen Sanierung. Zu den Sanitäranlagen heißt es in diesem CDU-Antrag: „Laut einem Gutachten kann aufgrund der Veralterung der Technik täglich mit dem Gau durch Bildung von Legionellen gerechnet werden.“ Auch die Antragsteller folgen der Argumentation Wilhelmers: Im Ernstfall müsste der SCN umgehend den Sportbetrieb in der Halle einstellen.

Ein ähnlich schlechtes Zeugnis wird dem Heizkessel ausgestellt. Auch hier sei damit zu rechnen, dass aufgrund des Alters der Heizanlage täglich damit zu rechnen sei, dass sie ausfalle und wegen nicht mehr vorhandener Ersatzteile nicht mehr zu reparieren wäre. Zudem gibt die CDU zu bedenken, dass „laut Aussage eines Fachmanns die Abgaswerte schon seit geraumer Zeit bei Messungen im absoluten Grenzbereich“ lägen. Für die Antragsteller steht fest: „Da eine kurzfristige Verlagerung des SCN-Sportgeländes außer Betracht steht, müssen die Reparaturen zeitnah möglich sein.“

Nun liegt es am Sportausschuss, in dieser Sache zu entscheiden. Die BV sprach sich mehrheitlich für die Aufnahme des SCN in die kommunale Sportförderung aus.

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