Gerätehaus soll am Vögedingplatz entstehen
Löschzug bekommt neues Zuhause

Münster-Nienberge -

Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1949, die Ausstattung entspricht längst nicht mehr den aktuellen Standards. Fazit: Das Gerätehaus des Löschzugs Nienberge gehört zum alten Eisen, ein Umzugin ein neues Haus ist unabdingbar. Nun kommt Bewegung in die Angelegenheit.

Dienstag, 11.08.2020, 17:41 Uhr aktualisiert: 13.08.2020, 18:07 Uhr
Das aktuelle Gerätehaus des Nienberger Löschzugs genügt längst nicht mehr den aktuellen Anforderungen.
Das aktuelle Gerätehaus des Nienberger Löschzugs genügt längst nicht mehr den aktuellen Anforderungen. Foto: Kay Böckling

Die Spatzen pfiffen es bekanntlich von allen Nienberger Dächern, und auch bei der jüngsten Projektwerkstatt gehörte dieses Thema bei den Gesprächen zu den Top Drei. Die Rede ist vom neuen Feuerwehrgerätehaus für den örtlichen Löschzug. Dieser soll auf dem östlichen Teil des Vögedingplatzes entstehen. Mit dem entsprechenden Errichtungsbeschluss befasst sich jetzt die Bezirksvertretung Münster-West in ihrer kommenden Sitzung am 20. August (Donnerstag) ab 17 Uhr im Nienberger Kulturforum an der Kirmstraße.

Mit dem Neubau besagten Gerätehauses geht auch eine Absage an ein Bauprojekt auf dem Vögedingplatz einher. Dort hatte die CDU vor Jahren ein Projekt mit barrierefreien Wohnungen und einer Großtagespflege für Kinder ins Spiel gebracht, was insbesondere bei den Anwohnern auf sehr wenig Gegenliebe stieß. Dennoch hatte der Planungsausschuss die entsprechende Entwicklung des betreffenden Bereichs in seiner Sitzung am 22. September 2016 beschlossen. Diese Entscheidung ist vorbehaltlich der Zustimmung zur neuen Vorlage zum Feuerwehrgerätehaus hinfällig und wird aufgehoben.

Obgleich die Entscheidung für die alternative Bebauung des Vögedingplatzes mit Wohnungen und einer Großtagespflege schon knapp vier Jahre zurückliegt, spielt der Stadt ein glücklicher Umstand in die Karten: Das dafür erforderliche Grundstücksvergabeverfahren wurde noch nicht eingeleitet. Ergo steht dem „dringend erforderlichen Neubau des Feuerwehrgerätehauses“, wie die Stadt in ihrem Vorschlag schreibt, an besagter Stelle nichts mehr im Wege.

Ganz vom Tisch ist die Schaffung von barrierefreiem Wohnraum im Stadtteil aber nicht. Die Stadt stellt in Aussicht, die vorgesehene Nutzung eventuell am aktuellen Standort des Gerätehauses an der Kurneystraße zu verwirklichen. „Eine entsprechende Prüfung der Verwaltung erfolgt zeitnah“, verspricht das Fachamt.

Das von der Stadt skizzierte Bild ist düster: „Die Löscheinheit Nienberge ist derzeit weder bedarfsgerecht noch entsprechend den geltenden Arbeits-, Unfall- und Hygieneschutzvorschriften untergebracht.“ Das unterstricht nicht zuletzt das Baujahr des Gebäudes: 1949. Zwar wurde das Gerätehaus 1995 um einen Fahrzeugeinstellplatz erweitert, doch die Gegebenheiten vor Ort entsprechen längst nicht mehr den nötigen Standards. Dazu die Stadt: „Der mangelhafte Zustand wurde im Januar 2019 durch eine Sicherheitsinspektion der Unfallkasse NRW erneut bestätigt.“

Zum Baubeginn macht die Verwaltung keine Angaben. Aber zum Raumprogramm. Das orientiert sich an „dem Standardprogramm, welches seit dem Neubau der Feuerwehrhäuser Kinderhaus und Handorf zur Anwendung kommt“. Dazu gehört auch eine Gerätewartwohnung.

Wichtig ist es der Stadt zudem, dass sich der Neubau auch an die Umgebung anpasst: Die Freiraumqualität des Vögedingplatzes soll so weit wie möglich erhalten bleiben. „Dazu gehören insbesondere die an der nördlichen Grundstücksgrenze verlaufende Ost-West-Grünverbindung sowie der Erhalt einer großzügigen öffentlichen Grünfläche westlich des künftigen Feuerwehrgrundstückes“, schreibt die Stadt. Der Neubau müsse sich städtebaulich rücksichtsvoll in die bauliche Umgebung einfügen und den Charakter und die Qualitäten des Bestandsgebietes wahren.

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