CDU wünschte sich Verlängerung der Verbindung vom Rölverdurchlass bis zum Hochzeitswald
Absage an zusätzlichen Fußweg

Münster-Nienberge -

Ein zusätzlicher Wanderweg vom Rölverdurchlass in Richtung Hochzeitswald als Verlängerung des vorhandenen Fußwegs - ein Ansinnen der CDU, dem die Verwaltung nun eine Absage erteilte.

Mittwoch, 09.09.2020, 18:06 Uhr
Kurz hinter dem Rölverdurchlass führt ein Weg
Kurz hinter dem Rölverdurchlass führt ein Weg Foto: kbö

Ein zusätzlicher Wanderweg vom Rölverdurchlass in Richtung Hochzeitswald als Verlängerung des vorhandenen Fußwegs stand jüngst auf der Wunschliste der CDU in der Bezirksvertretung Münster-West. Einen entsprechenden Prüfungsauftrag an die Verwaltung zur Realisierung beschied das Grünflächenamt nun negativ. Schon vor rund vier Jahren scheiterten die Christdemokraten mit einem ähnlichen Ansinnen. Damals ging es darum, einen Fuß- und Radweg vom Rölverdurchlass bis zur Reiterbrücke zu bauen. Die Verwaltungsantwort damals wie heute: abgelehnt.

„Der Fußweg hinter dem Rölverdurchlass wurde vor Jahren im Rahmen einer 72- Stunden-Aktion von Nienberger Jugendlichen hergestellt“, schrieb die CDU in ihrem im Mai eingereichten Prüfantrag. Dieser Weg werde immer mehr von Fußgängern als beliebter Spazierweg genutzt. Der Vorschlag der Christdemokraten: eine zusätzliche Wegeführung von knapp 300 Metern – parallel zum Autobahnzubringer – bis zum Hochzeitswald. „Dadurch würde ein schöner Rundweg entstehen, insbesondere auch für Eltern mit kleinen Kindern.“

Die Gründe der damaligen Ablehnung aus dem Jahr 2016 führt das Grünflächenamt auch aktuell ins Feld: bautechnische und ökologische Bedenken. Demnach führe der Wegebau – insbesondere der Neubau eines Weges in den Hochzeitswald – zu erheblichen Eingriffen in Natur und Landschaft: „Im geschützten Waldgebiet mit eng stehenden, alten Waldbäumen ist eine umfangreiche Fällung von Bäumen unvermeidbar, wenn ein qualifizierter Weg mit Unterbau erstellt werden müsste.“ Das würde intensiv in die Baumsubstanz und den Wurzelbereich eingreifen.

Ähnliches sei bei einer „oberflächlichen Wegeerstellung innerhalb der Waldfläche mittels einer Deckschicht“ zu befürchten. Das sei zwar schonender für den Wald, führe aber ebenso zum Verlust von Bäumen. Auch finanzielle Aspekte spielen bei der Absage eine Rolle: „Die Bauform verlangt zudem eine höhere Unterhaltungs-Intensität, die unter Beachtung der Kosten und des Personaleinsatzes nicht zusätzlich geleistet werden kann.“

Die Sanierung des vorhandenen Wegs – wie von der CDU ebenfalls vorgeschlagen – würde laut Schätzungen des Grünflächenamts rund 45 000 Euro kosten: „Nebenkosten zur Baustelleneinrichtung sowie zur Kompensation von Eingriffen in Natur und Landschaft sind in den Schätzungen noch nicht enthalten.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7575248?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F141%2F
Nachrichten-Ticker