Pfadfinderstamm aus Gievenbeck / Nienberge braucht ein neues Domizil
Friedensreitern droht „jähes Ende“

Münster-West -

Muss der Pfadfinderstamm sich auflösen? Die Friedensreiter stehen mangels räumlicher Kapazitäten vor einem großen Problem.

Donnerstag, 08.10.2020, 22:24 Uhr
Der Pfadfinderstamm Friedensreiter – hier ein Foto, das vor der Corona-Pandemie entstand – sucht in Nienberge oder Gievenbeck nach einem neuen Zuhause.
Der Pfadfinderstamm Friedensreiter – hier ein Foto, das vor der Corona-Pandemie entstand – sucht in Nienberge oder Gievenbeck nach einem neuen Zuhause. Foto: PD

„Wir sind ein sehr liebenswerter Haufen mit fleißigen Händen und guter Laune“, sagt Erik Mond vom dreiköpfigen Leiterteam des Pfadfinderstamms Friedensreiter. Nichtsdestotrotz hat der kleine politisch- und konfessionsunabhängige Stamm, dessen Mitglieder in Gievenbeck und Nienberge zu Hause sind, ein großes Problem: Er braucht vor Ort ein neues Domizil, doch das lässt sich trotz mittlerweile schon längerer Suche einfach nicht finden.

Bereits seit fast vier Jahren ist der etwa 30-köpfige Pfadfinderstamm mit seinen drei Gruppen für Kinder und Jugendliche im Alter von acht bis 15 Jahren im Nienberger Pfarrzentrum St. Sebastian untergebracht. Doch dort kann er laut Erik Mond nicht mehr allzu lange bleiben, beziehungsweise die benötigten Räumlichkeiten nicht an mehreren Tagen in der Woche nutzen.

„Wir suchen nun schon seit knapp anderthalb Jahren eine neue Bleibe, in der wir unsere wöchentlichen Gruppenstunden und die eine oder andere gemeinschaftliche Aktion abhalten können, sind aber leider bisher nicht fündig geworden“, sagt der stellvertretende Leiter der Friedensreiter.

In den Gruppenstunden des regen Pfadfinderstamms kommen allwöchentlich gleichaltrige Jungen und Mädchen zusammen, um gemeinsam zu spielen, zu singen, zu basteln, Waldspiele zu unternehmen und pfadfinderische Grundkenntnisse wie Feuer machen, Kothen aufbauen, mit der Karte navigieren und anderes mehr zu erlernen. Die nachmittäglichen Gruppenstunden stehen interessierten Kindern und Jugendlichen offen. Neulinge sind stets willkommen. Bei den Friedensreitern handelt es sich um den letzten noch aktiven Stamm der im Jahre 1948 in Kassel gegründeten Pfadfinderschaft Luchs.

Dringend gesucht wird nun ein Domizil im Bereich Gievenbeck / Nienberge, in dem die Friedensreiter ihre Treffen und Angebote für jeweils zehn Personen an mehreren Tage in der Woche fortführen können. Finde sich dies nicht, dann drohe dem Stamm ein „jähes Ende“, sagt Erik Mond. Das wolle das Leitertrio – allesamt „begeisterte Pfadfinder, die auch der nächsten Generation ein Stück Naturverbundenheit und Gemeinschaftsgefühl vermitteln wollen“ – unbedingt vermeiden. Findet sich ein kostenloser Unterschlupf, dann würde das die Friedensreiter ganz besonders freuen. Andernfalls könnten sie auch Miete zahlen: „Als Verein haben wir natürlich, wenn auch begrenzt, finanzielle Mittel zur Verfügung“, erläutert Mond.

Wer den Pfadfindern der Friedensreiter ein neues Zuhause anbieten kann, wird gebeten, sich per E-Mail (erik.mond@web.de) zu melden. 

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7623538?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F141%2F
Nachrichten-Ticker